PRoFILE
Informationen zu Medien, PR und Technologiethemen von Fink & Fuchs Public Relations AG

...betritt ein Saurierbaby unsere Welt

Was Pleo alles kann, durften die Besucher der CeBIT bestaunen. Dort wurde der kleine Camarasaurus zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Pleo ist eine künstliche Lebensform, ein Saurierbaby, das eine Woche alt ist und sich zu einer eigenen Persönlichkeit entwickelt. Der Schöpfer dieses knuddeligen Zeitgenossen ist die in Kalifornien ansässige Firma Ugobe, die die Grenzen zwischen Technik und Lebewesen verschwinden lassen will. Pleo verfügt über zahlreiche Sensoren, mit denen er sehen, hören, fühlen und träumen kann. Er ist sehr lernfähig und entwickelt sich über die Zeit - je nachdem, was er alles erlebt. Er kann auch Freude, Traurigkeit, Angst und schlechte Laune ausdrücken, indem er Geräusche von sich gibt oder die Augen schließt. Eine biomechanische Skelettkonstruktion erlaubt natürliche Bewegungsabläufe. Für Kinder ab acht Jahren. Pleo soll Anfang Juni für 299 Euro in Deutschland erhältlich sein.

 
 

...sprechen Autos bald mit der Versicherung

"pay as you drive" heißt ein individualisierter und an den persönlichen Fahrstil angepasster Versicherungstarif für das eigene Auto. Durch die Kooperation von IBM mit der britischen Versicherung Norwich Union könnte es bald Realität werden, dass unsere Autos mit dem Rechner der Versicherung kommunizieren. Das betreffende Fahrzeug verfügt über eine Blackbox, die relevante telematische Daten sammelt. Durch die Kombination von GPS-Technologie und Datenübermittlung via GSM-Funk werden Informationen, wie beispielsweise aktuelle Position und Fahrgeschwindigkeit, an die Versicherung weitergeleitet. Dort werden die Daten mit verschiedenen Datenbanken und einer Straßenkarte abgeglichen. Der individuelle Versicherungstarif richtet sich außerdem nach der Länge der zurückgelegten Strecke, der jeweiligen Höchstgeschwindigkeit oder gar nach der neuesten Unfallstatistik. Für Versicherung und Kunde liegen die Vorteile auf der Hand. Sollte sich dieses Projekt durchsetzen, könnten die Datenschützer jedoch auf die Barrikaden gehen.

 

...reist Mini-Kamera durch den Verdauungstrakt

PillCam™ heißt eine Kamera, die die Form einer Tablettenkapsel hat und von der schweizer Lasermed AG entwickelt wurde. Die Kamera zum Schlucken wurde für den medizinischen Einsatz entwickelt und hilft Ärzten beispielsweise bei der Früherkennung von Krebs. Mit einer Größe von 11 mal 31 Millimetern reist die PillCam™ durch das Verdauungssystem des Patienten und zeichnet Bilder auf, die dem Arzt bei der Diagnose helfen sollen.

 
 

...werden Tester für den Cinemizer gesucht

Foto: Carl Zeiss

Für den cinemizer, eine von der Kult- Designerschmiede Frog entworfene und mit optischer Technologie von Carl Zeiss ausgestattete Videobrille (wir berichteten in der Februar-Ausgabe der PRoFILE), werden weitere Tester gesucht. Um das Produkt so nahe wie möglich an den Bedürfnissen des Kunden auszurichten und weiterzuentwickeln, hat Carl Zeiss eine Lead-User-Kampagne ins Leben gerufen. In Deutschland haben sich bereits mehr als 3.000 Interessenten als Tester beworben. Voraussetzung für die Bewerbung: der Tester benötigt einen videofähigen iPod, einen anderen tragbaren Videoplayer, einen DVD-Player oder eine Spielekonsole. Die von Carl Zeiss ausgewählten Lead User dürfen den cinemizer 14 Tage lang kostenlos testen und anhand eines Fragebogens ihr persönliches Urteil abgeben.

 
 

...versucht sich Peking als Wettermacher

Im August starten die Olympischen Sommerspiele in Peking. Im August ist aber auch Regenzeit in Peking, und das neue Olympiastadion hat kein Dach. Wie Technology Review vermeldet, hat das chinesische "Wetterveränderungsbüro" einen dreistufigen Plan entwickelt, um Niederschläge zu vermeiden. In Stufe eins wird die Wettersituation mittels Satelliten, Flugzeugen und Radaranlagen erst einmal genau beobachtet und die Daten in einem Supercomputer gespeichert. In Stufe zwei sollen von 20 Artillerie- und Raketenabschussplätzen rund um Peking Trockeneins oder Silberiodid in heranziehende Wolken geschossen werden. Ziel ist es, den Regen auszuwaschen, bevor die Wolken das Olympiastadion erreichen. In Stufe drei werden Wolken in der Nähe des Stadions mit Chemikalien benetzt, die die enthaltenen Regentropfen so verkleinern, dass der Regen erst fällt, wenn die Wolke vorbeigezogen ist. Auf die Idee, das Wetter beeinflussen zu wollen, kommen wohl nur Supermächte. Ob die Pläne funktionieren, werden wir im August wissen.