
Laut einer Studie von PriceWaterhouse Coopers (PwC) haben mehr als 50 Prozent der Fernsehzuschauer in Deutschland noch nie von IPTV, dem Fernsehen über das Internet, gehört. Lediglich zwölf Prozent der Befragten kannten diesen technischen Verbreitungsweg für Fernsehsignale neben Antenne, Kabel und Satellit. Die Kosten seien die größte Hürde für die Akzeptanz von IPTV. Derzeit nutzten rund 200.000 Deutsche IPTV für monatliche Gebühren von 25 bis 75 Euro. Maximal 30 Euro würden die meisten Deutschen für einen solchen Vertrag zahlen, so die Studie. Für diesen Betrag wollten die Verbraucher aber zusätzlich auch telefonieren und im Internet surfen. Trotz der derzeitigen Zurückhaltung seien bis 2012 zwei Millionen IPTV-Nutzer möglich, prognostiziert PwC.

Die erfolgreiche VZ-Familie, bestehend aus studiVZ und schülerVZ mit über acht Millionen Mitgliedern, hat Nachwuchs bekommen. www.meinVZ.net (ebenfalls aus dem Hause Holtzbrinck) bietet allen Studienabsolventen ein neues digitales Zuhause, in dem sie sich mit ihren Freunden mühelos vernetzen und austauschen können. Ob sich Holtzbrincks teilweise erhebliche Investitionen wie die in das News-Portal zoomer.de wirklich rentieren, wird derzeit kontrovers diskutiert.

Guter Inhalt, Quellentransparenz und eine Kommentarfunktion sind primäre Einflussfaktoren für die Glaubwürdigkeit eines Corporate Blogs. Zu den Nutzungsmotiven für das Lesen von Firmen-Weblogs gehören v.a. die allgemeine Informationssuche sowie das Monitoring aufkommender Themen und Issues. Weitere Ergebnisse finden sich in dem Executive Summary der Studie von Dominik Schneider und Mathias Tanner, die sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit angefertigt haben.

Während die Reichweite sozialer Netze zunimmt, nimmt die Verweildauer in den einzelnen Netzwerken eher ab. Dies ergab eine Analyse von Nielsen Online. Grund hierfür ist wahrscheinlich die parallele Nutzung mehrerer Plattformen, während aber die gesamte Online-Nutzung nicht weiter ansteigt. Spitzenreiter sind immer noch SchülerVZ und StudiVZ mit gut 100 Minuten Verweildauer im Monat. Xing kam bei der Untersuchung auf 40 Minuten Verweildauer durch seine Nutzer.

E-Mail-Kommunikation (88 Prozent), Informationsrecherche (86,9 Prozent) und das Lesen von Nachrichten (63,9 Prozent) sind die Top-Aktivitäten der Internet-Nutzer in Deutschland.
Gemäß der internet facts 2007-IV, der neuen Welle der Markt-Media-Studie der AGOF, hat das Internet in Deutschland eine Reichweite von 64 Prozent, das heißt, 41,32 Millionen Menschen surfen regelmäßig im Netz. Dies entspricht 63,7 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Schaut man sich die Altersklasse der 14- bis 29-Jährigen an, ist diese Gruppe mit 92,9 Prozent fast komplett im Internet anzutreffen. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es fast 80 Prozent. Auch bei den Silver Surfern wird das Internet immer beliebter: von den 50- bis 59-Jährigen sind 60 Prozent online, bei den über 60-Jährigen surfen knapp 25 Prozent regelmäßig im Internet. Neben Reichweiten und Strukturdaten von Websites und Belegungseinheiten beinhaltet die Studie Kerndaten zur Internetnutzung und zum E-Commerce in Deutschland.

Obwohl es bereits mehrfach kleinere und größere Skandale um manipulierte Wikipedia-Einträge gab, scheinen dennoch viele DAX-Firmen immer noch auf diesem Weg ihr Image verbessern bzw. ins richtige Licht rücken zu wollen. Dies beobachtet zumindest Malte Landwehr in seinem Blog "Online Reputation Management". Da fragt man sich, ob es doch einer "Wikipedia-Polizei" bedarf, die als zentrale Instanz für Richtigkeit sorgt. Manipulationen an den Seiten von Konkurrenzunternehmen will sich Malte Landwehr übrigens demnächst anschauen. Nach eigenen Angaben sind in der Online-Enzyklopädie inzwischen über zehn Millionen Artikel weltweit veröffentlicht.
Die Kossol Media GmbH aus Dresden hat unter der Marke "DemandR" ein neues Online-Branchenverzeichnis gestartet, das die Wünsche und Aufträge der User strukturiert und anonymisiert an eingetragene Dienstleister zum Kauf anbietet. Sucht ein Nutzer beispielsweise einen speziellen Anwalt, bekommen passende, angemel- dete Kanzleien den Kontakt des Suchenden für einen Euro angeboten.

Die Firma ComSat Media GmbH erleichtert mit ihrer Online-Plattform "cms-gomex" Redakteuren die Arbeit, indem diese Übertragungen und Videomaterial online editieren und somit zeitsparend zu einer multimedialen Meldung verarbeiten können. Live-Events wie Pressekonferenzen lassen sich in Real Time am PC-Bildschirm verfolgen, während parallel mithilfe des Time Codes die benötigten Sequenzen festgelegt werden und nach Veranstaltungsende geschnitten und herunter geladen werden können. Ergänzendes Footage-Material kann auf gleiche Weise zum Download bereitgestellt und online bearbeitet werden.

Die 16. Auflage des Deutschen Multimedia Kongresses (DMMK) findet am 17. und 18. Juni 2008 in Berlin statt. Experten aus Wirtschaft und Politik treffen sich dort mit Anbietern und Anwendern und diskutieren die neuesten Trends und Herausforderungen der interaktiven Medien. Am Vortag des Kongresses startet bereits eine Warm-Up Session mit Themen wie z.B. Intranet 2.0, Employer Branding oder mobile Anwendungen.

Die zahlreichen neuen Partzipationsmöglichkeiten im Web 2.0 via Blogs, Foren, Communities oder Expertenplattformen haben bereits viele Nutzer kennen und schätzen gelernt. Aber haben sie dabei auch bedacht, wer diese Einträge alles einmal lesen wird? Auch oder gerade Personalverantwortliche in Unternehmen bedienen sich immer häufiger der Internetrecherche, um Bewerber näher zu durchleuchten und stoßen dabei nicht selten auch auf unvorteilhafte Statements oder Fotos. Professionelle Dienstleister wie "deinguterruf.de" oder "reputationdefender.com" bieten Analysen über die eigene "Netz-Identität" und in vielen Fällen auch gleich die Bereinigung unlieb- samer Einträge. Einfacher wäre es vielleicht, das Foto von der letzten Gartenfeier gar nicht erst ins Netz zu stellen!

Im Auftrag des Bundesminsterium des Innern (BMI) wurde vom Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib) und Zebralog e.V. (Berlin) die Studie: "E-Partizipation – Elektronische Beteiligung von Bevölkerung und Wirtschaft im E-Government" erstellt. Neben einer Bestandsaufnahme zur E-Partizipation in Deutschland und im Ausland wurden auch die Meinungen von Nutzern sowie Verbänden aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit aufgenommen. Hieraus wurden Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge zur Fortentwicklung von E-Partizipation innerhalb des E-Government-2.0-Programms der Bundesregierung abgeleitet. Experten sowie die allgemeine Öffentlichkeit sind nun dazu eingeladen, ausgewählte Empfehlungen und Projektvorschläge online zu bewerten.

Die Holtzbrinck-Verlagsgruppe hat gemeinsam mit der School of Management and Innovation (SMI) den "New Media Campus" als konzernweites Weiterbildungsangebot gestartet. Damit soll den Anforderungen neuer Technologien, veränderter Marktmodelle und Nutzergewohnheiten Rechnung getragen werden. Angesprochen werden sämtliche Mitarbeiter des Konzerns, ob Start-ups, etablierte New-Media-Unternehmen oder traditionelle Buch- und Zeitungsverlage. Die SMI übernimmt dabei die Konzeption und Organisation der Veranstaltungen. Neuartige Formate sollen auch den Austausch mit Wettbewerbern und anderen Industrien ermöglichen.

Nach der Akquisition des spanischen Business-Netzwerkes Neurona im vergangenen Jahr gelang der Xing AG nun die erfolgreiche Integration der ehemaligen Neurona-Mitglieder in die Xing-Plattform. Im Zuge der Integration startet Mitte April eine Online- und Offline-Kampagne in Spanien. Nach der erfolgreichen Migration der spanischen Plattform eConozco Ende 2007 konnte damit die zweite Integration eines akquirierten Wettbewerbers erfolgreich abgeschlossen werden. Mit über 90 Millionen Internet-Nutzern ist Spanien einer der am stärksten wachsenden Online-Märkte weltweit. Und die Xing AG führt ihren Expansionskurs weiter fort: Anfang 2008 wurde die türkische Plattform cember.net mit 280.000 Mitgliedern übernommen. Insgesamt ist die Mitgliederbasis von Xing im Geschäftsjahr 2007 um mehr als drei Millionen Mitglieder (inkl. der Akquisitionen der spanischen Plattformen eConozco und Neurona) auf rund 4,83 Millionen angestiegen.

Lediglich acht Lieblingsseiten haben die Bundesbürger, wenn es um die private Nutzung des Internet geht. Bei rund zwölf Millionen registrierten deutschsprachigen Webseiten ist diese Zahl verschwindend gering. Die tatsächliche Nutzung konzentriert sich auf wenige, ausgewählte Seiten. Männer besuchen im Durchschnitt 9,4 Webseiten, während Frauen lediglich 6,4 Webseiten regelmäßig ansteuern. Generell haben die deutschen Internetnutzer eine hohe Bindung zu ihren Lieblingsseiten. Aber sie sind auch neugierig. Wie die Studie "Relevant Set im Internet" herausfand, besuchen sie durchschnittlich 17 neue Seiten im Monat, die aber nur selten in das Relevant Set aufgenommen werden. Der Empfehlung einer Seite durch Freunde, Bekannte und Kollegen folgen 64 Prozent der werberelevanten Zielgruppe. Das heißt, neue Seiten werden zumeist über persönliche Kontakte gefunden. Die Studie wurde von Seven-One-Interactive, dem Online-Vermarkter der Pro Sieben Sat 1 Group in Auftrag gegeben.



