
Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web ist der Titel eines Doppelbandes über das Internet als soziale Innovation und die drastisch erweiterten Kommunikations- möglichkeiten in der heutigen Zeit. Die Herausgeber Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Martin Welker und Jan Schmidt konnten Autoren aus Wissenschaft und Praxis dazu gewinnen, die Bedeutung des Web 2.0 für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu analysieren und das Phänomen der neuen Öffentlichkeiten und Kommunikationsformen fassbarer zu machen. Band 1 behandelt Grundlagen und Methoden des neuen Internet, Band 2 widmet sich Strategien und Anwendungen im Social Web. Der Doppelband wird voraussichtlich am 31. März 2008 im Herbert von Halem Verlag, Köln, erscheinen.

Wie werden Social- Networking-Services in Deutschland privat genutzt? Dieser Frage ging die Forschungsgruppe Kooperationssysteme München (CSCM) im Zeitraum 3. Dezember 2007 bis 31. Janaur 2008 nach. StudiVZ, MySpace und Xing sind die hinsichtlich der absoluten Nutzer‐Zahlen bekanntesten Social-Networks in Deutschland. Überraschend: 52 Prozent der Befragten haben noch nie etwas von Xing gehört, 70 Prozent kennen das weltweit größte Businessnetzwerk Linkedin nicht. Die Umfrage fand im Rahmen eines Studienprojekts des Studiengangs Wirtschafts‐und Organisations- wissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München statt. Insgesamt flossen 2.650 vollständig ausgefüllte Fragebögen in die Auswertung ein. Ende März sollen weitere Daten in Form eines Technischen Berichts zur Verfügung gestellt werden. Den vollständigen Fragebogen, Feedback zur Umfrage sowie die ersten Ergebnisse finden Sie auf der Website der CSCM.
Am 1. und 2. Oktober 2008 findet in Dresden der Workshop Gemeinschaften in Neuen Medien, GeNeMe '08, statt. Im Mittelpunkt werden innovative Technologien und Prozesse zur Organisation, Kooperation und Kommunikation in virtuellen Gemeinschaften stehen. Derzeit läuft ein Call for Papers and Participation, Einreichungsschluss ist der 14. Mai 2008. Anmeldeschluss für Frühbucher ist der 6. September 2008. Weitere Informationen zur Teilnahme und Anmeldung finden Sie hier.

Das Wall Street Journal und Facebook wollen zukünftig gemeinsame Sache machen. Wie das Handelsblatt New York berichtet, soll ein neues Tool Lesern der renommierten US-amerikanischen Zeitung anzeigen, welche Artikel auch von ihren Facebook-Freunden gelesen wurden. Allerdings soll diese Funktion nicht automatisch freigeschaltet sein, sondern muss von dem jeweiligen Nutzer freigegeben werden. Sie kann außerdem jederzeit wieder deaktiviert werden.

Eine Studie des Arbeitskreises Suchmaschinen- Marketing des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. beschäftigt sich mit dem Einsatz von Suchmaschinen-Marketingmaßnahmen in Unternehmen. Die nicht-repräsentative Studie wurde per Online-Befragung (384 Befragte) im Juli und August 2007 durchgeführt.

Mit zoomer.de ist Mitte Februar ein neues Nachrichtenportal für die Zielgruppe der 20- bis 35-Jährigen an den Start gegangen. Die News-Seite der Verlagsgruppe Holtzbrinck will in erster Linie die junge Generation, die sich vorwiegend im Web 2.0 tummelt, wieder für Nachrichten begeistern. Für die Redaktion unter der Leitung von Frank Syré arbeiten 40 Redakteure, unter anderem Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert. Das Portal verzichtet auf eine klassische Ressorteinteilung und setzt stattdessen auf Top-Meldungen, Bildergalerien und den Nachrichten-Zoom. Die Leser können durch Anklicken entscheiden, welche Themen sie interessant finden. Neben den Nachrichten soll auch die Werbung personalisiert werden. Der Start wurde von anderen Medien jedoch äußerst kritisch kommentiert.

Mit dem IT-Portal heise online UK treibt der Heise Zeitschriften Verlag die Internationalisierung seines Online-Geschäfts weiter voran. Seit 6. Februar 2008 umfasst das Angebot unter www.heise-online.co.uk den Newstickerdienst mit aktuellen Nachrichten aus dem IT/TK-Bereich sowie die Themen-Channel heise Security, heise networks und heise open source. Verantwortlich für den englischsprachigen Auftritt ist Jonathan Bennett, 35, der über mehr als zwölf Jahre Erfahrung im IT-Journalismus verfügt.
Das Social Network Facebook will Ende des ersten Quartals mit einer deutschen Version hierzulande starten und wird somit zum direkten Konkurrenten des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden deutschen Netzwerks StudiVZ. Ob der Start von Facebook die Deutschen wirklich beeinträchtigt, bleibt abzuwarten: Laut einer Meldung der Computerwoche habe eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern von trnd ergeben, dass sich 46 Prozent der Nutzer gar nicht für ein deutsches Facebook interessieren. Sie wollen weiterhin den deutschen Netzwerken treu bleiben. Nur knapp ein Drittel der 1.000 befragten Personen hält den Deutschland-Start von Facebook für "gut", weitere 15 Prozent bewerten diesen mit "sehr gut". Das 2005 von Studenten gegründete und heute zur Holtzbrinck Gruppe gehörende Netzwerk StudiVZ wird derzeit von 4,8 Millionen Nutzern mit Leben gefüllt. StudiVZ konzentriert sich auf private Kommunikation von Mitgliedern im deutschsprachigen Raum.
Stand Dezember 2007 registrierte der britische Internet-Dienstleister Netcraft 155 230 051 Webseiten weltweit, ein Plus von 5,4 Millionen Seiten in nur einem Monat. Damit stieg die Anzahl der Webseiten um rund 50 Millionen im Zeitraum von zwölf Monaten. Das stärkste Wachstum ging dabei von der weiter steigenden Zahl an Weblogs aus. Im Januar zählte Netcraft 155 583 825 Seiten, was einer weiteren Zunahme von 354.000 Webseiten entspricht.

Das Berliner Medienforschungs- institut House of Research hat in seiner dritten Podcast-Studie festgestellt, dass die Nutzung von Podcasts unter Power-Usern zunimmt. Diejenigen, die Podcasts nur gelegentlich (ca. einmal wöchentlich) nutzen, empfinden Podcasts häufig als Zeitfresser und beklagen die Qualität vieler Angebote. Die Studie betont darüber hinaus die mangelnden Vermarktungspotenziale von Podcasts, andererseits aber auch den Bedarf klassischer Medien, sich mit den Möglichkeiten des Web 2.0 junge Zielgruppen zu erschließen.



