Zukunft digitale Wirtschaft
Eingebettete Systeme, Biometrie, Internet-TV und mobiles TV, IT Utility Services, Service- orientierte Software-
Architekturen sowie Digitales Rechtemanagement sind die Zukunftsfelder, deren weltweites Marktvolumen sich nach Einschätzung des BITKOM bis 2010 auf rund 360 Milliarden Euro mehr als verdoppeln wird. Die Untersuchung „Zukunft digitale Wirtschaft“ wurde in Zusammenarbeit von BITKOM und der Strategieberatung Roland Berger erstellt. Aus über 300 Technologien wurden 27 Bereiche mit besonders hohem Zukunftspotenzial heraus gearbeitet. Neben den oben genannten Technologien gehören dazu außerdem Themen wie Breitband, Verkehrstelematik und RFID-Chips.



609.000 Phishing- Webseiten identifiziert
Phishing- Attacken werden immer ausgefeilter, da Betrüger ständig neue Strategien entwickeln, diese sehr schnell verfeinern und damit Bankkunden und Sicherheitsexperten immer eine Nasenlänge voraus sind. Über die Netcraft Toolbar konnten allein in 2006 609.000 Phishing-URLs identifiziert und blockiert werden. Im Jahr davor wurden lediglich 41.000 Phishing-Seiten blockiert. Laut Netcraft wurden 2006 folgende Phishing-Trends registriert: Plug-and-Play Phishing Networks, Phlashing (Flash-based phishing sites) und Two-factor Authentication. Netcraft ist ein in Bath, England, ansässiger Internet-Dienstleister.



Neues E-Mail-Gesetz
Seit Anfang des Jahres müssen gewerbliche E-Mails mit Angaben versehen sein, die auch auf dem Briefkopf des Unternehmens veröffentlicht sind. Dies sieht das Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) vor. Bei einer GmbH oder AG beispielsweise sind dies Angaben zu Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, zuständiges Registergericht und Handelsregisternummer, alle Geschäftsführer und der Aufsichtsratsvorsitzende. Um ganz sicher zu gehen, empfehlen wir, unter jede Pressemeldung, die verschickt oder im Internet den Medien zur Verfügung gestellt wird, den vollständigen Adressabspann inklusive der neuen gesetzlichen Bestandteile zu veröffentlichen.



D21 steht zukünftig auf drei Säulen
„Digitale Integration“, „Digitale Kompetenz“ und „Digitale Exzellenz“ sind zukünftig die tragenden Säulen aller Aktivitäten der Initiative D21. Mit insgesamt sieben Projekten orientiert an den jeweiligen Zielgruppen will Europas größtes Public Private Partnership in Deutschland in weitere Impulse für die Informationsgesellschaft setzen. "Digitale Integration" beschäftigt sich mit der Heranführung der bislang noch nicht online aktiven Bürger an Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Mittelpunkt der Aktivitäten „Digitale Kompetenz“ stehen Maßnahmen im Bildungs- und Fortbildungssektor. Die Säule „Digitale Exzellenz“ trägt Vorhaben zur Förderung innovativer neuer Technologien und deren Anwendungen.



Web 2.0 zieht in deutsche Haushalte ein
Rund 12,4 Millionen Deutsche aller Altersgruppen nutzen heute Web 2.0-Anwendungen wie beispielsweise Blogs, virtuelle Kontaktbörsen, Videoplattformen oder Communities. Die Hälfte davon lässt sich bei Kaufentscheidungen von diesen Foren beeinflussen. Dies sind Ergebnisse einer weltweiten Untersuchung der Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Die Studie prognostiziert weiterhin, dass das Web 2.0 entscheidend zum Wachstum der Internet-Wirtschaft beiträgt. Für 2008 wird ein Gesamtvolumen für Internet-Services (eCommerce, kostenpflichtige Dienste, Werbung) in Deutschland von 39,5 Milliarden Euro geschätzt (2005: 17,1 Milliarden Euro). Das größte Wachstumspotenzial mit jährlichen Wachstumsraten von 60 Prozent liege in kostenpflichtigen Diensten wie Musik-Downloads, Community-Angeboten oder Online-Spielen. Parallel dazu werde, so Booz Allen Hamilton, auch das Gesamtvolumen für Online-Werbung steigen, nämlich von 1,3 auf 2,8 Milliarden Euro. Der eCommerce-Markt wachse hierzulande bis 2008 auf 35 Milliarden Euro (plus 35 Prozent jährlich).


GEZ-Gebühren für Internet-fähige Handys
Seit 1. Januar 2007 erhebt die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) ein monatliches Entgelt von 5,52 Euro für Internet-fähige PCs, Laptops, PDAs und Handys sofern der Betreiber noch kein TV- oder Rundfunkgerät angemeldet hat. Betroffen sind vor allem Handwerker, Freiberufler, Ärzte und Selbständige, die für ihre Büros oder Praxen noch keine Rundfunkgebühren entrichten.



Kinder über GPS orten
„i-kids“ heißt ein speziell für Kinder entwickeltes Mobiltelefon, mit dem Eltern ihre Kinder jederzeit über GPS orten können. Kinder können über das Handy telefonieren, angerufen werden und SMS empfangen. Um ausufernde Kosten zu vermeiden, erlaubt das Gerät ausgehende Gespräche nur an vier gespeicherte Nummern. Befinden sich Kinder in einer Notsituation, drücken sie die Paniktaste. Automatisch wählt das Telefon alle vier eingespeicherten Nummern nacheinander. Meldet sich niemand auf diese Nummern, wird die Servicezentrale der Björn Steiger Stiftung Service GmbH, dem Hersteller des Mobiltelefons, angerufen. So können Eltern und Kinder sich jederzeit telefonisch erreichen, im Notfall kann schnell Hilfe geholt werden.



Der Arbeitsplatz im Wandel
Im Rahmen des Projektes „Office 21“ entwickelt das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation einen Arbeitsplatz, der sich den sich wandelnden Anforderungen der mobilen Arbeiter anpasst. Bis zum Jahr 2020 sollen laut einer Studie der Future Foundation rund 80 Prozent aller Arbeitnehmer mobile E-Worker sein. Mitarbeiter melden sich mit einer RFID-Karte oder einem PIN-Code am Platz an und reservieren diesen für eine bestimmte Zeitspanne. Automatisch werden sowohl Computer als auch Telefon nach den Wünschen des Mitarbeiters eingestellt. Der „Office 21“-Arbeitsplatz besticht durch einen drehbaren Tisch und drei Monitore. Der Tisch ist einerseits Arbeitsplatz, anderseits Meetingtisch, wenn man ihn dreht. Die drei Monitore unterstützen das Multitasking: einer zeigt die E-Mails, der Zweite dient zur Webkonferenz und auf dem dritten Monitor laufen Programme, mit denen der Mitarbeiter gerade arbeitet.



IT-Messen schärfen ihr Profil
Kompakter und transparenter: Einen Tag kürzer und nur noch fünf anstatt sechs Hallen – so wird sich die Systems 2007 ab Dienstag, den 23. Oktober 2007, in München präsentieren. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Montag Abend statt. Auch die CeBIT arbeitet an einer Neupositionierung und soll im kommenden Jahr auf sechs Tage verkürzt werden (Dienstag bis Sonntag) und stärker auf Anwendungsschwerpunkte, wie beispielsweise Security oder Public Sector, fokussieren – nach dem Vorbild der „Hannover Messe Industrie“.



MIT will Seminarinhalte weltweit kostenlos anbieten
Bis Ende des Jahres will das renommierte Massachusetts Institute for Technology (MIT) Video- und Audiovorträge, Skripte, Hausaufgaben, Grafiken und anderes Lehrmaterial online zur Verfügung stellen. Die Unterlagen sind kostenlos, eine Registrierung ist nicht möglich. Weltweit kann jeder Interessierte auf die Inhalte zugreifen. Das MIT verspricht sich damit noch mehr Interesse und Zulauf von Jugendlichen.



Digitale Produkte weiterhin ein Renner
Flachbildfernseher und Spielekonsolen bescherten dem Markt für Consumer Electronics 2006 einen Höhenflug. Der deutsche Markt wuchs im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent. Auch in diesem Jahr soll die Nachfrage nach digitalen Produkten weiter zulegen, allerdings etwas langsamer. BITKOM prognostiziert ein Plus von 1,6 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Flachbild-Fernseher sollen den meisten Umsatz innerhalb der Unterhaltungselektronik bringen (4,4 Milliarden Euro), gefolgt von Digitalkameras (1,7 Milliarden Euro) und DVD-Spielern (774 Millionen Euro). Der Markt für Unterhaltungselektronik in Deutschland ist derzeit mit 13,1 Milliarden Euro Umsatz der Zweitgrößte in Europa nach Großbritannien mit einem Volumen von 14,8 Milliarden Euro.