Promotionsstipendium für Innovations- und Technologiekommunikation ausgeschrieben
Die Universität Leipzig und die Fink & Fuchs Public Relations AG, Wiesbaden, vergeben erstmals ein Promotionsstipendium für Kommunikations- und Medienwissenschaftler, die ein Forschungsvorhaben im zukunftsträchtigen Gebiet der Innovations- oder Technologiekommunikation umsetzen wollen. Das Stipendium in Höhe von monatlich 1.250 Euro wird für drei Jahre gewährt. Zudem gibt es Sachmittel für empirische Studien und die Chance zur Mitarbeit im Team von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß am Leipziger Institut, das im aktuellen Ranking der deutschen Medien- Studiengänge den Spitzenplatz belegt. Informationen sind unter www.communicationmanagement.de und www.ffpr.de verfügbar; Bewerbungsschluss ist der 8. Dezember 2006.




DPRG schreibt erstmals Junior-Award aus
Die besten PR-Nachwuchs-Konzeptionen will die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) ab 2007 jährlich mit dem DPRG Junior Award auszeichnen. PR-Trainees, Volontäre und Studenten aus PR- und Kommunikationsstudiengängen sind eingeladen, alleine oder auch im Team von maximal drei Personen ein Kommunikationskonzept für eine Institution aus dem Non-Profit-Bereich zu erarbeiten. Die eingereichten Konzeptionen dürfen nicht älter als ein Jahr sein. Ausschreibungsbeginn ist der 15. Januar 2007, Einsendeschluss der 30. April 2007.

Weitere Informationen unter: www.dprg-junioren.de/junioraward.




Observer bietet integrierte Reputationsanalyse
Wo liegen Reputationsrisiken und –chancen? Welche Themen sind für die Reputation eines Unternehmens verantwortlich? Welche Werte stehen bei welcher Zielgruppe hoch im Kurs? Welche Themen sollte ein Unternehmen besetzen, um seine Zielgruppen erfolgreich anzusprechen? Fragen, die früher oder später auf dem Schreibtisch eines jeden Kommunikationsverantwortlichen landen. Die von Observer und der ServiceBarometer AG entwickelte Reputationsanalyse verbindet Medienresonanzanalysen mit Marktforschung und unterstützt somit alle PR-Verantwortlichen bei der Steuerung ihres Reputationsmanagements.



Aufruf zum Kontakt und Meinungsaustausch

Aus der Branche für die Branche will das Online-Diskussionsforum „Public-Relations-Forum“ allen PR-Verantwortlichen und Dienstleistern der Branche eine Dialog-Plattform bieten. Die Teilnahme ist kostenlos, beim ersten Besuch des Forums ist eine Registrierung notwendig.



Fink & Fuchs PR tritt Constella Netzwerk bei
Fink & Fuchs Public Relations tritt dem internationalen auf Technologie-PR spezialisierten Constella Netzwerk bei. Das Netzwerk unabhängiger Agenturen deckt die 25 wichtigsten Märkte in Nord- und Südamerika, Europa und Asien teilweise mit mehreren lokalen Agenturen ab. Fink & Fuchs PR begegnet mit diesem Schritt der zunehmenden Zahl an internationalen Aufgaben und erweitert die bereits bestehenden Verbindungen zu Auslandsagenturen. Die teilnehmenden Agenturen sind nicht exklusiv an das Netzwerk gebunden und frei in der Wahl ihrer Auslandspartner. Fink & Fuchs PR ist der dritte assoziierte Constella Partner in Deutschland. Mehr dazu.



DPRG kooperiert mit Verband der Redenschreiber deutscher Sprache
Die Bedeutung der Rede als PR-Instrument und die Sprache in den Fokus der Public Relations stellen – dieses Ziel verfolgen die Deutsche Public Relations Gesellschaft und der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache. Mit einer Untersuchung zur Wirkung von Sprache, Stimme und Körpersprache wurde außerdem das Meinungsforschungsinstitut Allensbach beauftragt. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2007 vorliegen.



Wichtige Termine für PR-Manager
Mit dem dpa-Gedenktagekalender 2007 und der dpa-Jahresvorschau 2007 haben PR- und Kommunikationsverantwortliche wichtige Planungsinstruments an der Hand. Der Gedenktagekalender listet alle bedeutenden wiederkehrenden nationalen und internationalen Gedenk- und Feiertage auf, die Jahresvorschau nennt wichtige Veranstaltungen und Ereignisse aus den Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur, Vermischtes/Modernes Leben, Wissenschaft und Sport. Dazu zählen beispielsweise Bilanzpressekonferenzen der DAX-30-Unternehmen, Modenschauen oder auch Sportveranstaltungen. Zu bestellen über den dpa-Vertriebsservice: dossiers-termine@dpa.com



Persönlichkeiten aus der Datenbank
Direkten Zugriff auf medientaugliche Personen bietet das erste Kontakt-Rechercheportal cleverpress. Laut Redaktion werden täglich neue interessante Persönlichkeiten recherchiert und in die Datenbank aufgenommen. Dazu gehören beispielsweise Gutachter, Experten, Sachverständige, aber auch von Schicksalen betroffene Personen. Es gibt zwei kostenpflichtige Mitgliedschaften, Interessenten können die Datenbank aber erst einmal kostenlos testen.



Europaweite Umfrage zu Web2.0
Seit Anfang November ist die zweite europaweite Umfrage zur Nutzung von Web2.0-Anwendungen in der Unternehmens- kommunikation online. Unter www.euroblog2007.org sind PR- Verantwortliche dazu aufgerufen, einen Online-Fragebogen auszufüllen. Alle Teilnehmer erhalten kostenlos eine Zusammenfassung der Ergebnisse.



Freie Journalisten
von A bis Z
Mehr als 3.000 Journalistinnen und Journalisten, gegliedert in 18 Ressorts und 2.000 journalistische Spezialgebiete finden sich in der 13. überarbeiteten Auflage des Taschenbuchs „Freie Journalisten 2006“ aus dem Verlag Rommerskirchen.
Das Nachschlagewerk ist 984 Seiten stark und kostet 19,80 Euro.

PRAXISTIPP

von Alexandra Mirus,
Mitglied der Agenturleitung

Studien als PR-Instrument?
Seit jeher werden Studien von der Öffentlichkeit mit Aufmerksamkeit bedacht. Dabei avancierten nicht nur sozialwissenschaftliche Untersuchungen wie die PISA-Studie oder die Shell-Jugendstudie zu Klassikern. Unternehmensberatungen wie Gartner, Accenture oder A.T. Kearney veröffentlichen regelmäßig Untersuchungen zu Wirtschafts-, Branchen- oder Technologiethemen und treiben aktuelle Diskussionen in den Medien voran. Kein Wunder, dass diese Resonanz auch Unternehmen verführt, ihre Marktstudien in die Kommunikation einzubinden oder eigens Studien für die Kommunikation und Agenda-Setting zu entwickeln. Die Zielsetzungen sind so vielfältig wie die Studien selbst:
  • Reputation und Image
  • Themenführerschaft und Marktkompetenz
  • Kick-off einer Initiative
  • Präsenz in den Wirtschafts- und ggf. Publikumsmedien
  • Schaffen von Themen bei interner Nachrichtenflaute

Die Beliebtheit von Studien zeigt sich bei der einfachen Google-Suche. Die Begriffe „Studie, Untersuchung“ ergeben weit über eine Million Treffer für deutschsprachige Webseiten.

Die guten ins Töpfchen...
Trotz Web und steigender Themenvielfalt ist nicht jede Untersuchung für die Kommunikation geeignet und verspricht eine hohe Aufmerksamkeit. Um eine Studie auch kommunikativ zu einem Erfolg zu machen, sollten die PR-Verantwortlichen während der Konzeptphase in die Studie einbezogen werden. Folgende Fragestellungen spielen dabei eine Rolle:

Untersuchungsgegenstand: Bietet die Untersuchung Potenzial für die Nutzung durch Medien oder soll sie hauptsächlich der internen Information zu Markt, Kundenverhalten und Wettbewerbsstruktur dienen?

Relevanz für die Öffentlichkeit: Passt die Untersuchung in die aktuelle Themenlage, sind die Ergebnisse für die Öffentlichkeit oder einen Teil davon interessant?

Kernaussagen: Mit welchen Ergebnissen rechnet das Unternehmen? Tragen diese positiv zum Image oder zur Themenführerschaft bei? Passen die Ergebnisse zu den Kommunikationszielen?

Neuigkeitswert: Gibt es bereits Untersuchungen zum Thema? Einen ersten Eindruck vermitteln die Portale www.ibusiness.de (ca. 4.500 Studien) oder www.markt-studie.de (ca. 3.000 Studien). Optionen zur weiteren Recherche bieten das Fraunhofer Institut sowie die Webseiten der Branchenverbände.

Glaubwürdigkeit: Sind die Ergebnisse der Studie verlässlich, aussagekräftig und sind sie methodisch sauber, am besten von einem neutralen Dritten, ermittelt worden? Dieser Punkt gewinnt in der Flut interessengeleiteter Untersuchungen zunehmend an Bedeutung, wenn Medien auf Untersuchungsmaterial zurückgreifen oder anderen Zielgruppen informiert werden sollen. Fehlende Glaubwürdigkeit einer Untersuchung beschädigt auch die Glaubwürdigkeit des Absenders oder Auftraggebers.

Budget: Untersuchungen kosten Geld, gerade wenn man nachhaltige und glaubwürdige „Forschung“ betreiben möchte. Und dies bezieht sich nicht nur auf die Untersuchung selbst. Gerade wenn die kommunikative Weiterverwertung geplant ist, muss in Berichtsbände, Websiten, Blogs, Pressematerialien mit medientauglicher Visualisierung, Video-/Podcast und die zielgerichtete Kommunikation mit Medien, Kunden, Mitarbeitern und anderen investiert werden. Was nutzen die tollsten Ergebnisse, wenn keiner hinschaut oder davon erfährt. So ist es in manchen Fällen zu empfehlen, von Anfang an Medienpartner via Kooperation mit ins Boot zu nehmen oder mit einem ausgesuchten Schlüsselmedium eine exklusive Vorabberichterstattung zu vereinbaren.

Mehrwert für das Profil
Studien bieten gute Möglichkeiten zum Agenda-Setting, wenn es um für die Zielgruppe relevante Themen geht. Unternehmen können doppelt profitieren: Erkenntnisgewinn zum Thema und Profilierung als Themenführer. Eine erfolgreiche Initiative startete beispielsweise die Fondsgesellschaft Fidelity Investment im März 2006. „Einfach investieren“ schaffte es bis in die überregionalen Tageszeitungen, da die eigens dafür aufgesetzte Studie ergab, in welchem Ausmaß sich die Bundesbürger täglich „versparen“ (www.einfach-investieren.de).

Noch stärker – weil nachhaltiger ausgelegt – sind auf mehrere Jahre angelegte Innitiativen oder Studienpools zu beurteilen, zum Beispiel die Shell-Jugendstudie, die MIND-Untersuchung der Dresdner Bank oder der Job-Index von Adecco. Und allen ist gemein, das diese Studien nur Teil oder Startpunkt langfristig angelegter Initiativen und mit vielfältigen Kommunikationsmaßnahmen umbaut sind. Nur dies erfordert langfristiges Commitment.




Das Internet wächst weiter
Surfen auf 101 435 253 Webseiten – diese Zahl wurde in der November-Analyse des britischen Unternehmens Netcraft ermittelt. Damit hat sich die Anzahl der Webseiten in zweieinhalb Jahren mehr als verdoppelt. Im Mai 2004 wurden 50 Millionen Seiten gezählt. Allein im Oktober 2006 kamen 3,5 Millionen neue Seiten hinzu. Verantwortlich für das rasante Wachstum sind vor allem die Blogs. Deutschland steht mit 15 Millionen Webseiten auf Platz zwei hinter den USA, die die Internetaktivitäten mit 55 Millionen Webseiten anführen. Auf Platz drei folgt Großbritannien mit 6 Millionen Seiten.



Chinesin schlägt Rekorde im „Bloggen“
Die chinesische Schauspielerin und Regisseurin Xu Jinglei ist die bekannteste Bloggerin weltweit. Mit mehr als 50 Millionen Clicks schlägt ihr Weblog sogar die führende Weblog-Suchmaschine Technorati. In China gibt es laut Chinesischem Internet Informationszentrum derzeit rund 34 Millionen Weblogs, 75 Millionen der 111 Millionen chinesischen Internetnutzer lesen regelmäßig Bokee’s – die chinesische Bezeichnung für Weblogs.



Neues europäisches Netzwerk für PR-Profis gegründet
„European Association of Communication Directors“ (EACD) heißt ein neues europäisches Netzwerk für Kommunikations- verantwortliche und Pressesprecher aus europäischen Unternehmen, Verbänden und politischen Institutionen. Über 100 Gründungsmitglieder aus 23 Ländern nahmen an der ersten Mitgliederversammlung Anfang November in Brüssel teil. Der Verband möchte in erster Linie einheitliche Kommunikationsstandards entwickeln und die Qualifikation innerhalb des Berufsstandes fördern. Als Präsident des EACD wurde Dr. Herbert Heitmann, Head of Global Communication von SAP, gewählt.