Medienberichten zufolge plant die Nachrichtenagentur Reuters einen eigenen TV-Sender: Reuters Broadcast News. Der Fokus der Berichterstattung soll hierbei auf Wirtschaftsthemen liegen. Eine Anmeldung des Senders bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) soll laut kress bereits vorliegen. Weitere Informationen sind noch nicht verfügbar. Da Reuters schon heute andere Sender mit Nachrichten, bewegtem und graphischem Bildmaterial beliefert, wäre ein eigener TV-Sender nur eine Weiterführung des umfassenden Angebots der Nachrichtenagentur.



Seit dem 8. Mai 2006 wird N24 in einem neuen TV-Design ausgestrahlt. Logo, Farbwelt und Schrift bleiben zwar unverändert, das Design ist jedoch komplett mit Drei-D-Effekten animiert. Auch die Musik für den Sendungsopener wurde speziell für den Sender komponiert. Mit der Überarbeitung des Erscheinungsbildes will sich N24 noch deutlicher von konkurrierenden TV-Sendern abheben und sich als innovativer Nachrichtensender positionieren.



Einer AFP-Meldung zufolge hat die Medienaufsicht KEK RTL nun grünes Licht für die vollständige Übernahme des Nachrichtenkanals n-tv gegeben. Der Fernsehsender RTL hält bereits 50 Prozent der Anteile und kann die restlichen 50 Prozent nun von CNN Time Warner erwerben. Vom Bundeskartellamt wurde die vollständige Übernahme von n-tv bereits im April genehmigt.



Nach einer auf zwölf Jahre angelegten Langzeitstudie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) zum Wert von Nachrichten im deutschen Fernsehen werden „Sprechernachrichten“ mit hohem Personalisierungsgrad im privaten Fernsehen immer seltener und politische Themen, sowohl bei den öffentlich-rechtlichen als auch bei den privaten Sendern, von gemischten Meldungen mit ausdrucksstarken Bildern verdrängt. Trotz eines Anstiegs der unpolitischen Themen tendieren ARD und ZDF aber immer noch stärker zur politischen Berichterstattung. Die gesamte Studie steht auf den Webseiten der LfM zum Download bereit.



Zum 1. Juli 2006 wechselt Dr. Uwe Vorkötter, Chefredakteur der Berliner Zeitung, in die Chefredaktion der Frankfurter Rundschau. Am 16. Mai 2006 hat die Gesellschafterversammlung der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH (DuV) die Abberufung von Herrn Dr. Wolfgang Storz aus dieser Position beschlossen. Kommissarisch übernehmen Axel Bernatzki und Dr. Richard Meng die Aufgaben der Chefredaktion.


www.Central-IT.de nennt sich der neue Internet-Service für den IT-Business-Markt, den der IDG-Verlag im April 2006 gestartet hat. Das Portal bietet IT-Entscheidern Informationen aus der IT-Industrie – in Form von Whitepapers, Webcasts, Case-Studies und Produktinformationen. Die Verlinkung der Informationen zu weiterführenden Beiträgen auf den Online-Seiten der weiteren IDG-Verlags-Publikationen ermöglicht den Nutzern sich einem Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln anzunähern. Die Nutzung des Portals ist zwar kostenlos, eine Registrierung im IDG-Netzwerk ist dennoch Voraussetzung.



Am 16. Mai 2006 feierte das Handelsblatt 60-jähriges Bestehen. 1946 erschien die erste deutsche Wirtschaftszeitung nach dem 2. Weltkrieg unter dem Chefredakteur Dr. Friedrich Vogel mit dem Aufmacherthema Versorgung der Bevölkerung. In den Folgejahren hat die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache ihr redaktionelles Angebot kontinuierlich ausgebaut u.a. seit 1995 mit den „Handelsblatt News am Abend“ oder dem Online-Auftritt Handelsblatt.com seit 2001. Zum Jubliläum präsentiert das Handelsblatt das 200-Seiten starke Buch „Handelsblatt – Wirtschafts- und Zeitungsgeschichte aus 60 Jahren“.



Die Titel der Zeitungsgruppe Welt / Berliner Morgenpost (Die Welt, Welt Kompakt, Welt am Sonntag, Berliner Morgenpost) aus dem Axel Springer Verlag laufen seit April 2006 unter einer gemeinsamen redaktionellen Führung, die auch alle ihre Print- und Online-Aktivitäten in einer Redaktion bündelt.
Die gemeinschaftliche Redaktionsleitung führen Christoph Keese, Roger Köppel und Carsten Erdmann als Chefredakteure sowie Romanus Otte als Geschäftsführender Redakteur. Den Vorsitz hat hierbei Christoph Keese inne, der auch die Redaktionsleitung von Welt Online bis auf weiteres übernimmt. Inhaltlich bleiben jedoch die einzelnen Chefredakteure für ihre jeweiligen Titel verantwortlich.



Der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) hat sich scharf gegen den Entwurf der EU-Kommission für eine neue Fernsehrichtlinie ausgesprochen. Ziel der Reform der EU-Kommission ist die Schaffung eines neuen Medienrechtsrahmens in Europa: die vorgeschlagene Fernsehrichtlinie stellt nicht nur Regeln für Fernsehsender im Bereich Werbung, Jugend und kulturelle Vielfalt auf, sondern soll auf alle „audiovisuellen Medien“ - auch auf Bewegtbilder im Internet - ausgedehnt werden. Vorgeschrieben werden soll hier ein ausreichendes Angebot europäischer Inhalte. Der BITKOM hingegen sieht das Internet als Inbegriff kultureller Vielfalt und sieht in der neuen Richtlinie eine Gefährdung eines sich gerade erst entwickelnden Marktes. Bislang regelt die E-Commerce-Richtlinie seit 2000 die rechtlichen Rahmenbedingungen für elektronische Dienste.