...reduzieren Computer in Mexico City die Kriminalitätsrate
Während vielerorts eine Diskussion darüber im Gange ist, wie gefährlich bestimmte Computerspiele sind, haben die Behörden in Mexico City ganz andere Probleme. Schießereien sind in der 18-Millionen-Metropole an der Tagesordnung, dazu kommen noch viele Unfälle durch Schusswaffen: „Viele Leute haben eine Waffe zu Hause. Vielleicht nur zur Selbstverteidigung, aber wenn sie nicht richtig angewandt wird, kann es sehr leicht zur Familientragödie kommen“, sagte Guadalupe Lopez, Vorsteher des Distrikts Alvaro Obregon, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Deshalb versuchen die Behörden jetzt, die große Anzahl an Schusswaffen mit einer ungewöhnlichen Aktion zu reduzieren: Im Tausch gegen den Colt bieten sie den Besitzern Computer an, die von einer gemeinnützigen Organisation gespendet wurden. So können Computer wirklich einen Beitrag für ein friedlicheres Miteinander leisten.



...lindert zukünftig ein elektronisches Pflaster die Schmerzen
Bisher werden Patienten nach einer Operation im Krankenhaus meist über Infusionen mit Schmerzmitteln versorgt. Ein neues System könnte nun die Nadel im Arm ersetzen, denn zukünftig sollen die Medikamente von einem Mikrochip dosiert und über die Haut übertragen werden. Das scheckkartengroße System wird auf den Oberarm oder Oberkörper geklebt. Es transportiert das Medikament mittels einer kleinen elektronisch gesteuerten Pumpe direkt über die Haut in den Körper. Vorteil der neuen Technik: das Schmerzmittel wirkt bereits nach 15 Minuten und lässt sich individuell an das Schmerzempfinden des Patienten anpassen. In einer europaweiten Studie wurde das neue Schmerzpflaster, mit dem die Patienten sogar selbst die Dosierung innerhalb einer festgelegten Skala regeln können, nun von der Pharmafirma Janssen-Cilag getestet. Ein Termin für die Markteinführung wurde noch nicht genannt.


...kann man sich seinen Flugnachbarn jetzt aussuchen
Peter Shakman kam die Idee während einer seiner letzten Flugreisen, als er zufällig neben der amtierenden Miss Texas saß: Wie schön wäre es, wenn man sich den Sitznachbarn im Flugzeug selbst aussuchen könnte. Prompt gründete er eine Agentur, die Flugreisenden hilft, genau diesen Wunsch zu erfüllen. "Der Dienst ist für alle, die vermeiden wollen, acht Stunden zwei Zentimeter entfernt von jemanden zu sitzen, den sie nicht kennen", erklärt Shakman das Prinzip von AirTroductions. Um in den Genuss dieser Dienstleistung zu kommen, müssen sich Reisende registrieren und diverse Daten für ein Profil angeben. Anschließend werden die aktuellen Flugdaten abgefragt. Haben zwei oder mehr registrierte Nutzer denselben Flug gebucht, erhalten alle eine Nachricht und können sich dann gegen eine Gebühr von fünf US-Dollar verabreden, um am Flughafen gemeinsam einzuchecken. Nach Angaben des Anbieters haben sich seit dem Start der Seite Ende 2005 bereits mehr als 11.000 Nutzer registriert, Tendenz steigend. Na dann: Guten Flug!


...schreiben Promis Autogramme vom heimischen Sofa aus
Lesungen prominenter Autoren mit anschließender Signierstunde ziehen immer wieder viele Fans an. Dass solche Lesetouren nicht bei allen Prominenten beliebt sind, zeigt eine Erfindung der kanadischen Bestseller-Autorin Margaret Atwood, die als eine der renommiertesten Schriftstellerinnen im englischsprachigen Raum gilt. Mit dem ferngesteuerten Signierstift LongPen ihrer Firma Unotchit (you not touch it) soll die Anwesenheit der Hauptdarsteller bei solchen Veranstaltungen nicht mehr länger notwendig sein. Die Lesung erfolge ebenso über eine Videoverbindung wie der Kontakt zum Publikum bei der anschließenden Signierung der Bücher. Während der Prominente zu Hause auf dem Sofa sitzt, schreibt er das Autogramm auf einen elektronischen Block. Wenige Augenblicke später zieht ein Metallarm im Veranstaltungsraum die Widmung mit einem Kugelschreiber in typischer Handschrift auf dem Buch nach. Mit der neuen Erfindung sollen Signierstunden auch in kleineren Orten stattfinden können. Ob die Leser sich aber mit dem Autogramm eines Metallarms und einer Videoübertragung anlocken lassen, bleibt abzuwarten.