Neues Jahr –
Neues Glück
Die Kommunikationsbranche startet optimistisch ins neue Jahr. Der Verbandsumfrage 2006 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zufolge bewertet die Branche die Geschäftslage besser als zum Jahreswechsel 2004/2005.
Das Institut fragte nach der allgemeinen Stimmungslage in den Unternehmen, den Umsatzerwartungen für 2006, den Investitionsentwicklungen sowie der Personalplanung. Insgesamt sind 25 der 44 befragten Wirtschaftsverbände positiv gestimmt – darunter auch die Druckindustrie, Zeitschriftenverlage und Werbewirtschaft. Von einer unveränderten Stimmung sprechen hingegen die Verbände der Zeitungsverlage und der Informationswirtschaft.



PR-Report-Awards 2006 beliebt wie noch nie
Mit 301 Einreichungen verbuchen die PR-Report-Awards in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. Der Branchenpreis wird in insgesamt 22 Kategorien vergeben, darunter beispielsweise "Public Affairs", "Innovative PR-Strategie" oder "PR-Agentur des Jahres". Die Jury aus Vertretern von Unternehmen, Organisationen sowie Agenturen und anderen Dienstleistern veröffentlicht im Februar die Shortlisten. Am 27. April küren dann die Verantwortlichen des Magazins PR Report im Rahmen einer festlichen Gala in Berlin die besten Kampagnen und Projekte sowie die erfolgreichsten Personen und Teams der PR-Branche. Als Sponsor der Kategorie "Technology" sind auch wir gespannt, wer in diesem Jahr das Rennen machen wird.



Fink & Fuchs
PR Pulse 2006
Am 1. Februar 2006 veranstaltet Fink & Fuchs PR den ersten PR Pulse des Jahres bei der Ifra. in Darmstadt zum Thema: "Newsplex, neue Technologien und der Konsument" - Medienkonvergenz und crossmediales Publizieren. Reiner Mittelbach, CEO der Ifra. - der globalen Vereinigung der Zeitschriftenverleger - wird als Medienexperte in das Thema einführen. Dabei geht er insbesondere auf neue Technologien im Nachrichtenwesen, die Thematik des Newsplex, aber auch auf RSS, Blogs und Digital Paper ein. Beleuchtet wird auch das Thema Consumer-Trends mit Rückwirkung auf die Medien sowie Entwicklungen und Veränderungen der Medienlandschaft als Ganzes.

Diskutieren Sie die Fragen der Medienzukunft im futuristischen Ambiente des europaweit einzigen Multimedia-Trainingszentrums "IfraNewsplex Europe". Hier simulieren Journalisten europäischer Verlagsunternehmen in einer Mikroredaktion mit umfassenden Multimedianwendungen den Umgang mit zukünftigen Technologien für die Nachrichtenindustrie.

Sichern Sie sich hier Ihre Teilnahme:
nils.repke@ffpr.de



Mitarbeiterzeitungen so gut wie noch nie
Die Mitarbeiterzeitung der Robert Bosch GmbH hat beim "inkom-Grand Prix" im Dezember letzten Jahres in der Gesamtwertung gewonnen. Der "Bosch Zünder" erhielt von der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) 172 von 200 möglichen Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Mitarbeiterzeitungen "autogramm" der Volkswagen AG und "inside" der Landesbank Baden-Württemberg mit jeweils 164 Punkten. Insgesamt konkurrierten 133 Unternehmen und Organisationen in sechs Kategorien. Laut DPRG nahm die Zahl an hochwertigen Mitarbeitermedien deutlich zu.



Der Journalist, das unbekannte Wesen I
Drei Viertel der rund 48.000 Journalisten in Deutschland sind fest angestellt und arbeiten durchschnittlich 45 Stunden in der Woche. Zu diesem Ergebnis kommt die Erhebung "Journalismus in Deutschland II", die von den Instituten für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universitäten Hamburg und Münster durchgeführt wurde. Grundlage der Untersuchung sind die Ergebnisse einer Befragung des Forschungsinstituts Ipsos, das 1.536 Vertreter der schreibenden Zunft befragte. Weitere Ergebnisse: mit einem Drittel ist die Mehrheit der Journalisten bei Zeitungen beschäftigt, das Durchschnittsalter liegt bei 41 Jahren, mehr als ein Drittel der Journalisten sind Frauen.



PR-Bilder bei Medien gefragt
PR-Fotos erfreuen sich in den Redaktionen von Tageszeitungen und TV-Sendern großer Beliebtheit. Einer Umfrage von news aktuell zufolge nutzen 98 Prozent der befragten Redaktionen PR-Fotos, wenn diese redaktionellen Ansprüchen genügen. Die wichtigsten Kriterien sind demnach die Bildaussage (74 Prozent), die honorarfreie Nutzung (66 Prozent), die einfache und schnelle Verfügbarkeit (40 Prozent) sowie die technische Qualität (40 Prozent). Auf Ablehnung stoßen Bilder, die werbelastige Inhalte zeigen (77 Prozent), eine unzureichende Auflösung haben (74 Prozent) oder unklare Nutzungsrechte aufweisen (62 Prozent). Für die befragten Medien ist es darüber hinaus selbstverständlich, dass digitale Pressebilder mit Bildbegleittexten versehen sind. Dabei erwarten sie von Pressestellen und PR-Agenturen Beschriftungen der Bilddateien nach den Vorgaben des International Press Telecommunications Council (IPTC).

PRAXISTIPP

von Matthias Thews,
Senior-Berater
Fink & Fuchs
Public Relations AG

Coporate Blogging –
wie nähere ich mich dem Thema?

Weblogs: Trendthema oder wirkliche Herausforderung? Ganz sicher öffnen Weblogs eine neue Dimension der Kommunikation. Meist persönlich geprägt, genießen stark vernetzte
Angebote einzelner Blogger - Privatpersonen, Journalisten oder Unternehmensmitarbeiter - eine Bekanntheit und Reichweite, die die Auflage mancher Zeitung übersteigt. Und dies gepaart mit hoher Glaubwürdigkeit. Dass Unternehmen diesen Teil der Blogosphäre hinsichtlich für sie relevanter A-Blogger und deren Beiträgen beobachten sollten, ist hinlänglich bekannt (http://www.google.de/blogsearch).

Es stellt sich die Frage, inwieweit Blogs für die Unternehmenskommunikation instrumentell nutzbar sind. Hier sei angemerkt, dass nur wenige Blogs wirklich über eine kleinere Zielgruppe hinaus bekannt und relevant sind. Die Meisten sind Plattform für die dialogische One-to-One-Kommunikation oft winziger Interessenskreise. Und Blog-Reichweite macht man nicht zwingend mit Corporate News, zumal Corporate Angebote eher skeptisch beobachtet werden.

Dennoch bieten Blogs für Unternehmen, eher noch deren Mitarbeiter, vielfältige Chancen, den Dialog mit den eigenen Beziehungsgruppen zu intensivieren und mit authentischen Beiträgen zur Meinungsvielfalt beizutragen. In dem lesenwerten Buch "Die neuen Meinungsmacher" skizzieren Dietrich Boelter und Ansgar Zerfass – übrigens PR-Kopf des Jahres 2005 – acht Typen von Unternehmens-Blogs: Knowledge-Blogs, Service-Blogs, Kampagnen-Blogs, Themen-Blogs, Produkt-/Marken-Blogs, Projekt-Blogs, CRM-Blogs und Krisen-Blogs. Blogs können unter verschiedenen Voraussetzungen zur Wissensvermittlung, zum Agenda-Setting, zur Image- und Beziehungspflege sowie zur Konfliktlösung eingesetzt werden.

Dabei muss ein Blog gar nicht einmal auf eine breite Öffentlichkeit zielen, sondern schon die Adressierung kleiner, aber einflussreicher Zielgruppen kann sehr große Hebeleffekte haben. Der Blog als Austausch-Plattform wird viele der Schnittstellen von Unternehmen zum Umfeld erreichen. Ob als interner Mitarbeiter-Blog, Teil des Viral-Marketing oder als Raum zum kritischen Austausch mit Kunden, Marktpartnern oder der "Öffentlichkeit", wie groß diese auch zahlenmäßig sein mag, Blogs sind in Kommen.

Aufgrund der Kommentar- und Diskussionsfunktionen wirken Blogs dynamisch auf jeden Versuch aktiver Themengestaltung und setzen beim Initiator eine offene und kritikfähige Kommunikationskultur voraus. Notorische Nörgler nutzen jede Möglichkeit, ihre Meinung an der passenden Stelle unterzubringen. Der meist konstruktiv kritische Austausch via Blogs kann aber auch als Seismograph genutzt werden, um kritische Themen zu erkennen, auszuräumen oder zu adressieren. Es werden weniger die CIO-Blogs sein, die nachhaltig positiv auf die Marke einzahlen. Schon heute genießen die Blogs von Mitarbeitern aus Entwicklungs- oder Service-Abteilungen innerhalb und außerhalb der Unternehmen eine Reputation, die besser als das Unternehmens-Image selbst ist, aber positiv auf das Unternehmensbild einzahlen. So ist es nur zu verständlich, dass in den USA Unternehmen wie IBM oder Microsoft ihre Mitarbeiter – auf der Grundlage einfacher Verhaltensregeln – zum Bloggen auffordern.

Dennoch sind die Erfahrungen mit Blogs von Unternehmen bislang noch wenig erforscht. Wie kann man sich nun sinnvoll dem Thema nähern? Hierzu empfehle ich zunächst die Lektüre des
Buches von Boelter und Zerfass. Hier wird auch ein guter Weg zur Annäherung an das Thema Blogs beschrieben:
  • Beobachten sie erst einmal den für Sie relevanten Teil der Blogosphäre
  • Studieren Sie dabei die kommunikativen Gepflogenheiten
  • Installieren Sie ein Blog-Monitoring und bauen Sie Beziehungen zu Bloggern auf
  • Für etwaige eigene Blogs sollten Sie als erstes eine klare Zielsetzung formulieren
  • Sie müssen genau den rechtlichen, organisatorischen und inhaltlichen Rahmen festlegen
  • Erst dann stellt sich die Frage nach den geeigneten Technologien

Und wenn Sie es ganz einfach haben möchten: Der Blog zum Buch "Die neuen Meinungsmacher" bietet eine excellente Plattform zum Start in die Welt des Blogging.




Der Journalist, das unbekannte Wesen II
Experten der Leipziger Universität haben sich ebenfalls mit dem Berufsstand des Journalisten beschäftigt. Im Rahmen einer Online-Befragung haben sie herausgefunden, wie Deutschlands Redakteure die Zukunft ihres Berufs sehen. Demnach werde die ursprüngliche Aufgabe, Kritik und Kontrolle zu üben, an Bedeutung verlieren. Dafür erachten es die Befragten für wichtiger, den Lesern eine "Rundum-Orientierung", Lebenshilfe und Nutzwert zu geben. Als Herausforderung empfindet die Mehrheit der Journalisten die zunehmende Technisierung ihres Arbeitsalltags. Drei von vier Teilnehmern der Befragung sind zudem überzeugt, dass das World Wide Web das wichtigste Rechercheinstrument sein werde. Weitere Erkenntnisse finden Interessierte auf den Internet-Seiten der Uni Leipzig.



Pressemitteilungen bitte per E-Mail
Eine weitere Umfrage unter Journalisten beschert uns der Essener Stamm Verlag. Der Fachverlag für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung deckt mit seiner Studie über die Verwendung von und Erwartungen an Pressemitteilungen auf, was Redakteure wirklich wollen. Und dies sind PR-Texte per E-Mail. Nach den Aussagen von 3.000 befragten Journalisten möchte sich nur ein sehr kleiner Anteil über Portale oder Unternehmenswebseiten selber bedienen müssen, die Mehrheit wünscht sich, elektronisch angeschrieben zu werden. Weniger als ein Zehntel erwartet Pressemitteilungen per Brief und kaum jeder zwanzigste bevorzugt das Fax. Ebenfalls Thema der Befragung war die Qualität von Pressetexten. Ergebnis: Über die Hälfte der eingehenden Meldungen wandern in den Papierkorb. Der Input sei häufig formal schlecht.