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Die Trendwende auf dem krisengeschüttelten IT-Arbeitsmarkt scheint nach Ansicht der Experten geschafft: Wie die Computerwoche unter Berufung auf eine Analyse des Personaldienstleisters Adecco berichtet, wurden im letzten Jahr rund 21.000 Stellen für IT-Fachkräfte ausgeschrieben ein Viertel mehr als 2004. Die meisten Stellen wurden nach wie vor von Beratungs- und Softwarefirmen angeboten. Mit 6.240 Anzeigen erreichten die Stellengesuche in dieser Branche über 50 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Zwölf Technologien haben 2005 für Aufsehen gesorgt, meinen die Macher der Technology Review. Dazu gehört zum Beispiel der erste Mikrolaser aus Silizium, der die Datenübertragung im Computer beschleunigt. Darüber hinaus warten die Werkstoffkundler mit einem neuen Wundermaterial auf: Nanotube-Folie ist leicht wie Schaumstoff, transparent wie Glas, reißfest wie Stahl, knitterfrei, elektrisch leitend und obendrein noch als Licht- und Wärmequelle nutzbar. Auch die Roboter werden immer intelligenter: Sie replizieren sich selbst und imitieren Bewegungsabläufe aus der Natur. Ergänzend setzen Ionenantrieb und autonome Navigation neue Maßstäbe in der unbemannten Raumfahrt. Neues auch aus der Automobilbranche: Piezo-Einspritzdüsen machen Autos effizienter und schadstoffärmer. Der Geo-Dienst Google Earth verbindet Internet und Satellitenbilder eine 3D-Schnittstelle vom Web in die echte Welt. Um die digitale Spaltung zwischen arm und reich zu überwinden, beauftragen die Vereinten Nationen das Massachusetts Institute of Technology mit der Entwicklung eines 100-Dollar-Computers. Und die neueste Generation der Spielkonsolen, die Onlinedienste und Home-Entertainment vereinen, macht das Wohnzimmer zum Media-Center. Diese Trends werden uns wohl auch in den folgenden Jahren stärker beschäftigen. Mit Blick auf 2006 hat auch die Wirtschaftswoche zehn neue Technologien ausgemacht, die in diesem Jahr den Durchbruch schaffen werden. Auf Platz 1 sind Leuchtdioden als Ersatz für die klassische Glühbirne zu finden, gefolgt von hoch auflösendem Fernsehen (HDTV) und Handy-Navigationssystemen. Auf den vierten Platz schaffen es RFID-Funkchips. Rang fünf und sechs belegten Fahrerassistenzsysteme in Mittelklassewagen und minimal-invasive Chirurgie/Molekularmedizin. Zu den weiteren Trends des neuen Jahres zählen Hybridantriebe, alternative Treibstoffe, biometrische Sicherheitsverfahren und mobile Energieversorgung mit Brennstoff- und Solarzellen. Die Top-Ten-Liste der Wirtschaftswoche basiert auf einer Befragung von rund 400 Experten des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). |
IT-Verantwortliche entwickeln kaum langfristige Strategien. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von CIO-Online unter rund 490 CIOs. Über die Hälfte der Befragten gab an, die IT höchstens für die nächsten zwei Jahre zu planen. 39 Prozent richten ihre IT-Strategie auf zwei bis fünf Jahre aus. Nur bei sieben Prozent geht der Planungszeitraum darüber hinaus. Bei der gleichen Umfrage vor zwei Jahren hatten nur 29 Prozent auf eine mittelfristige IT-Strategie gesetzt, dafür aber beachtliche 16 Prozent auf eine langfristige Planung. Analysten prognostizieren nur leichte Zunahme der IT-Budgets Laut Forrester werden die IT-Investitionen in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen als 2005. Im Schnitt wollen die europäischen Konzerne ihre Ausgaben nur um 1,6 Prozent erhöhen. Für Deutschland prognostizieren die Experten ein Wachstum von 3,4 Prozent. Konkurrent Gartner Group rechnet für Unternehmen mit über einer Milliarde Umsatz nach Jahren der Kostenstraffung ebenfalls mit einer vorsichtigen Steigerung der IT-Ausgaben. Die Budgets in der Konsumgüterindustrie werden mit 7,9 Prozent am deutlichsten wachsen, so die Marktforscher.
Trotz schwacher Konjunktur hat Deutschland seine Position als F&E-Standort weiter ausgebaut. Zusammen mit Finnland, Dänemark, Schweden und der Schweiz zählt Deutschland zu den innovativsten Ländern in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt das "European Innovation Scoreboard" der EU-Kommission. Allerdings bemängelte die Studie fehlende Innovationsmotoren und die geringe Zahl der Absolventen in den Natur- und Ingenieurswissenschaften in Deutschland.
Der Jenaer Psychologe Wolfgang Frindte fordert die Anerkennung der Internetsucht als Krankheitsbild. Anders als in den USA fehle es in Deutschland bisher an Diagnosestandards, sagte der Wissenschaftler im Gespräch mit der dpa. Zu den Hauptmerkmalen gehörten der Drang nach zwanghafter Wiederholung und die Einengung des Soziallebens. Besonders betroffen seien Kinder und Jugendliche. Nach Schätzungen zeigten etwa acht Prozent der 14- bis 18-Jährigen Anzeichen der Internetsucht. In letzter Zeit hatten vereinzelte Todesfälle in Asien für Aufsehen gesorgt, wo Internet-Junkies nach tagelangen Online-Sitzungen tot zusammengebrochen waren. |
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