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Im Schnitt 10 Stunden täglich verbringen die Bundesbürger ab 14 Jahren mit der Nutzung verschiedener Medien. Im Vergleich zu 2000 ist die Nutzungsdauer damit um 90 Minuten gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die 9. Welle der Studie ‚Massenkommunikation’, die von der Medienkommission von ARD und ZDF in Auftrag gegeben wurde. Eingerechnet sind in diese Zahlen allerdings auch Zeiten, in denen die Medien parallel zu anderen Aktivitäten genutzt wurden. Radio und Fernsehen sind demnach mit jeweils 3,75 Stunden am beliebtesten. Durchschnittlich 44 Minuten täglich nutzen die Bundesbürger das Internet. Ebenso lange hören die Deutschen Musik über CD/MC oder MP3-Player (45 Minuten). Auf das Lesen der Tageszeitung entfallen täglich 28 Minuten, auf Bücher 25 Minuten und auf Zeitschriften 12 Minuten. Die Marktforschungsunternehmen Enigma GFK und MMA Media Markt Analysen befragten im Rahmen der Studie telefonisch 4.500 Bundesbürger ab 14 Jahren.

Dem European Leaders Opinion Survey (ELOS) zufolge wird der internationale Nachrichten- und Informationssender BBC World momentan als glaubwürdigster und objektivster Infosender eingeschätzt. Dahinter folgen CNN, Euronews, Bloomberg und CNBC. 17 Prozent der Befragten beschrieben BBC World als objektiv und unvoreingenommen. Darüber hinaus wurde BBC World als diejenige Quelle genannt, die von hochrangigen Meinungsführern in Europa am häufigsten zitiert wird. Für die ELOS 2005 wurden europaweit Führungskräfte aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Recht, Medien und Wissenschaft befragt.

Aufgrund der schlechten Entwicklung der Financial Times ist Andrew Gowers als Chefredakteur abgelöst worden. Der 48-jährige war seit vier Jahren Chefredakteur der FT und fungierte zudem als Herausgeber des deutschen Ablegers FTD, den er auch gegründet und aufgebaut hatte. Unter der Verantwortung Gowers’ ist die Auflage um 30 Prozent gesunken, der weltweite Verkauf ist in den vergangenen drei Jahren von 500.000 auf 400.000 zurückgegangen. Die Financial Times Deutschland befindet sich dagegen im Aufwind. Nachfolger von Andrew Gowers wird Lionel Barber, der seit 20 Jahren im Verlagsgeschäft arbeitet.

Nach der Untersuchung ‚MarkenProfile 11’, die vom Magazin Stern in Auftrag gegeben wurde, wächst die Bereitschaft zur Nutzung kostenpflichtiger Internet-Angebote. Rund 5,7 Millionen private Internet-Nutzer zwischen 14 und 64 Jahren bekunden demnach Zahlungsbereitschaft für kostenpflichtige Inhalte. Vor zwei Jahren hatten erst 4,3 Millionen eine grundsätzliche Zahlungsbereitschaft geäußert, vor vier Jahren waren es 2,3 Millionen Deutsche gewesen. Die Anzahl der Zahlungsbereiten steigt laut Stern durch längere und intensivere Internet-Nutzung und die wachsende Verbreitung schneller DSL-Zugänge. Am größten ist die Zahlungsbereitschaft beim Download von Softwarepaketen (62 Prozent), bei Testberichten und Warentests (53 Prozent), bei Musik-Downloads (47 Prozent) und beim Film-oder Video-Download (34 Prozent).
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Der Axel Springer Verlag kooperiert ab sofort mit dem US-Verlag Dow Jones & Company bei der inhaltlichen Gestaltung der Online-Ausgaben von Die Welt und Wall Street Journal. Die beiden Verlage arbeiten bei der Wirtschaftsberichterstattung zusammen und binden gegenseitig Artikel, Infografiken und andere Service-Elemente auf den Websites ein. Unter www.welt.de/wsj soll es von Montag bis Freitag eine Seite in englischer Sprache geben. Inhalte der Welt werden vom Wall Street Journal unter www.wsj.com eingebunden.

Der Berliner Verlag ist von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck an ein Konsortium aus Finanzinvestorenen verkauft worden. Die britische Firma Mecom und die Finanzgruppe Veronis Suhler Stevenson (VSS) übernehmen das Verlagshaus mit den Titeln Berliner Zeitung, Berliner Kurier und dem Stadtmagazin Tip. Über den genauen Kaufpreis schweigen sich die neuen Eigentümer aus. Spekulationen zufolge soll der Preis sich auf 150 bis 180 Millionen Euro belaufen. Erstmals in der deutschen Mediengeschichte geht damit eine Tageszeitung zu 100 Prozent in den Besitz ausländischer Investoren über. Allerdings muss das Bundeskartellamt dem Verkauf noch zustimmen. Für die Zukunft planen die Investoren weitere Aquisitionen auf deutscher und gesamteuropäischer Ebene.

Die Verleger von Anzeigenblättern in Deutschland rechnen 2005 mit einem weiteren Zuwachs der Werbeerlöse. Dies gibt der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) bekannt. Das Wachstum fällt zwar nicht mehr so stark aus wie im Jahr 2004, als der Anzeigenumsatz um mehr als fünf Prozent auf 1,84 Milliarden Euro angestiegen war. Zwei bis drei Prozent Zuwachs sind nach Branchenauffassung aber durchaus realistisch. Damit könnten die Gratistitel gemessen an den Werbeumsätzen die Publikumszeitschriften überrunden und ihren Anteil am gesamten Werbemarkt von derzeit neun Prozent weiter ausbauen.

Das PC Magazin des Weka Computerzeitschriften Verlags in Poing erscheint ab sofort in einer moderneren Optik. Auch inhaltlich gibt es Neuerungen: die Zeitschrift will dem Anspruch, ‚Wissensmagazin’ zu sein, durch mehr Praxistipps, Know-How- und Grundlagenvermittlung besser gerecht werden. Ergänzend wird auch der Online-Auftritt neu gestaltet.

Der Discounter Penny bietet ab sofort auch Zeitungen und Zeitschriften an. Eine im Februar dieses Jahres gestartete Testphase geht somit in den Regelbetrieb über. Auch der Drogeriemarkt DM wird Branchenberichten zufolge ab Januar 2006 in ausgewählten Filialen testweise ein Zeitschriftensortiment anbieten.

Ende November 2005 bringt Data Becker das Magazin "MP 3 Player" auf den Markt. Der Titel berichtet über tragbare Musikplayer und Musikdownload-Dienste. Der Copypreis beträgt inklusive CD-Rom 7,80 Euro, die Druckauflage liegt bei 80.000 Exemplaren.
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