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Da Bildtelefone ja nur wenig verbreitet sind, kann man seinen Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung in der Regel nicht sehen. Aus diesem Grund lässt sich auch kaum feststellen, was der oder die Andere beim Telefonieren nebenbei so alles macht: E-Mails lesen, die Zeitung durchblättern oder träumend aus dem Fenster schauen. Eine neue amerikanische Softwareentwicklung soll nun Abhilfe schaffen. Der „Jerk-O-Meter“ analysiert den Aufmerksamkeitsgrad des Zuhörers anhand seines Sprachmusters und seiner Stimmlage. Wenn das Programm der Meinung ist, dass man sich nicht engagiert genug am Gespräch beteiligt, schaltet sich die Software ein und ermahnt den Betreffenden mit entsprechenden Hinweisen. Hersteller Anmol Madan empfiehlt sein Produkt zur Erziehung flauer Telefonpartner und Aufbesserung langweiliger Verkaufsgespräche. Erste Tests zeigen angeblich eine hohe Trefferquote der Computer-gestützten Bewertungstechnik, über den Kaufpreis ist bisher nichts bekannt.
Neue Datenträger gab es in den letzten Jahren in beachtlicher Zahl. Von Magnetbändern über Disketten und CDs bis hin zu USB-Sticks entwickelten sich Medien mit immer größerer Speicherkapazität und Flexibilität. Forscher der japanischen Universität Tokushima haben nun einen sehr überraschenden Platz gefunden, an dem man seine Daten immer mit sich tragen kann: den Fingernagel. Mit einem Laser werden bei dieser Technik Löcher in mehreren Schichten in den Nagel gebrannt, die ein Bitmuster ergeben. Ein optisches Mikroskop macht die eingeschriebenen Informationen dann hinterher wieder sichtbar. Die neue Methode soll eine Alternative zu anderen biometrischen Merkmalen zur Identifizierung wie Fingerabdruck oder Gesicht darstellen. Auch ein Einsatz als Kreditkarte, die man nicht vergessen kann, ist offenbar angedacht. Auf einen Nagel soll eine Datenmenge von etwa 800 Kilobyte passen. Leider bringt das System auch einige Probleme und Risiken mit sich. Neben dem schädlichen Einfluss von Wärme wäre zu bedenken, dass viele Menschen gerne an ihren Nägeln kauen. Die größte Schwierigkeit wäre jedoch, dass das eingebrannte Muster mit dem Fingernagel nach etwa sechs Monaten komplett herauswachsen würde. Zudem erscheint es mehr als fraglich, ob Frauen aus Gründen der Datensicherheit auf ihren Nagellack verzichten werden...
Sehr viele Menschen lassen sich bei ihrem Urteil über Fremde nachhaltig von ihrem ersten Eindruck beeinflussen. Wenn man wissen will, wie andere einen sehen oder welchen Charakter sie einer bestimmten Person zuordnen, kann man jetzt den „Faceanalyzer“ befragen. Die Webseite funktioniert ganz einfach: Einfach ein eigenes Bild, das Foto des verflossenen, gegenwärtigen oder zukünftigen Partners oder das Konterfei des Chefs hochladen und dann auf 'Submit' klicken. Das Bild wird dann nach neun Kategorien analysiert, dazu gehören unter anderem Intelligenz, Risikobereitschaft und Treue. Zudem können alle Besucher der Seite die Bilder bewerten, die dann in einer Rangliste angeordnet werden. Mit dieser neuen Dienstleistung kann eine Dame beispielweise feststellen, ob ihr Verehrer auch als treu eingestuft wird. |
Wer Kinder nach ihren Traumberufen fragt, bekommt als Auskunft meist „Feuerwehrmann“ oder „Astronaut“. „Schädlingsbekämpfer“ gehört gewiss nicht zu den häufigeren Antworten. Da Ungeziefer jedoch ein bleibendes und vielerorts sogar wachsendes Problem darstellt, könnte hier die moderne Technik Abhilfe schaffen: Ein Roboter soll ganz in der Tradition des Rattenfängers von Hameln die Schädlinge aus dem Umkreis der Menschen vertreiben. Wissenschaftler im schweizerischen Lausanne tüfteln momentan an einer winzigen Maschine namens InsBot, die bei der Bekämpfung von Kakerlaken zum Einsatz kommen soll. Helfen soll dabei eine geschickte Infiltrierungstaktik. Der Roboter, der aussieht wie eine mit Papier umwickelte kleine grüne Platine, imitiert Geruch und Verhalten der kleinen Krabbeltiere. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit soll er dann wie sein berühmtes Vorbild in der Lage sein, die Kakerlaken hinter sich her zu locken und in eine vorbereitete Falle zu führen. Dabei machen es sich die Wissenschaftler zunutze, dass Kakerlaken ihre Artgenossen in einer Gefahrensituation nicht alleine lassen. So könnte InsBot Häuser von den schädlichen Insekten befreien. Dass der Prototyp auch über eine eingebaute Flötenmelodie verfügt ist jedoch eher unwahrscheinlich.
Der Gedanke, dass jemand zuhause vor einer Lampe steht und sich mit ihr übers Wetter unterhält erscheint ziemlich abwegig. Wenn sich jedoch die Entwicklung der niederländischen Firma Philips Home Dialogue Systems durchsetzt, könnte dieses Bild bald Wirklichkeit werden. Das unter dem Codenamen DIMI vorgestellte Gerät ist eine Lampe, die als Schnittstelle zwischen Mensch und Computer fungiert. DIMI spricht mit seinem Gegenüber, versteht das gesprochene (englische) Wort und kann sogar Gesten und Gesichter erkennen. Wenn man ihn beispielsweise fragt, wie das Wetter am nächsten Tag wird, holt DIMI die benötigte Information aus dem Internet und formuliert eine entsprechende Antwort. Da alle digitalen Geräte des Hauses mit DIMI vernetzt sind, kann man ihm auch sagen, dass er doch abends bitte die Lieblingsserie und die Sportschau aufnehmen soll. Auch Fernseher und CD-Player hören auf sein Kommando, so dass sich aus dem bequemen Sessel ganz ohne Fernbedienung das Programm bestimmen lässt. Da DIMI in Form einer Lampe entworfen wurde, gehören vermutlich auch Lichtschalter in absehbarer Zeit der Vergangenheit an. |
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