Die Axel Springer AG übernimmt für 2,5 Milliarden Euro Deutschlands größten TV-Konzern ProSiebenSat.1. Damit schafft sich Deutschlands größtes Zeitungshaus ein zweites Standbein in einer hochprofitablen Mediensparte. Springer übernimmt die Anteile der Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban. Der Herausgeber der 'Bild'-Zeitung kontrolliert damit Fernsehsender wie ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und den Nachrichtenkanal N24, die alle schwarze Zahlen schreiben. Der größte Medienkonzern Deutschlands ist nach wie vor Bertelsmann.



Einen guten Überblick über deutsche Unternehmens-Pressestellen gibt ab August das Handbuch "KROLLselect - Die wichtigsten Unternehmens-Pressestellen in Deutschland" aus dem Kroll-Verlag. Das Nachschlagewerk wird in einer Gesamtauflage von 15.000 Exemplaren produziert und in enger Kooperation mit dem kress report und dem Medienfachmagazin Wirtschaftsjournalist herausgegeben.



Nach der Affäre um Schleichwerbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat der Deutsche Presserat vor unerlaubten Verkaufsanreizen auch in Zeitungen und Zeitschriften gewarnt. Im Jahr 2004 wurden 235 Leserbeschwerden zugelassen, von denen sich allerdings nur 16 gegen Schleichwerbung richteten. Dennoch glaubt der Presserat, dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegt. Nach Meinung des Presserats blickten die Leser zunehmend aufmerksam auf die Trennung von redaktionellem Teil und Werbung in den Blättern.



Die Ergebnisse der Leser-Analyse Elektronik-Fachzeitschriften (LA ELFA) liegen vor. Danach informieren sich nahezu alle Entscheider (98 Prozent) in der Elektronikindustrie aus Fachzeitschriften. Häufig genutzte Informationsquellen sind außerdem Informationsmaterial von Herstellern (96 Prozent), Internetangebote von Herstellern (94), Messen (90) sowie herstellerunabhängige Internetangebote (86). Bei den erzielten Reichweiten der Fachzeitschriften liegt der Titel Markt & Technik vor Elektronik und Elektronik Praxis. Auf den weiteren Rängen folgen: Design & Elektronik, Elektronik Industrie, Elektronik Informationen, Elektronik Journal, IEE und D&V. Die ausführlichen Ergebnisse sind unter www.la-elfa.de abrufbar. Basis der Befragung waren rund 260.000 Entscheider in der Elektronik-Branche. Die Stichprobe betrug rund 1.300 Fälle.




Der IDG Communications Verlag hat zum 16. August seine neuen Geschäftsräume in der Münchner Parkstadt Schwabing (Lyonel-Feininger-Straße 26, München) bezogen. Die Telekommunikations- und Internetadressen der 326 Mitarbeiter bleiben unverändert. Zum Verlag gehören IDG Business Verlag GmbH, IDG Magazine Verlag GmbH, IDG Interactive GmbH, IDG World Expo GmbH sowie einzelne Bereiche der Marktforschungsgesellschaft IDC Deutschland.



Laut einer Studie der TNS Emnid Medienforschung lesen mehr als ein Drittel der deutschen Haushalte (35 Prozent) eine Sonntagzeitung. Sie haben entweder einen Titel abonniert, oder er wird regelmäßig beziehungsweise gelegentlich gekauft. Knapp die Hälfte der Deutschen ist bereit, am Sonntag eine kostenpflichtige Zeitung zu erwerben. Der durchschnittliche Sonntagszeitungsleser ist nach der Studie männlich, lebt in Westdeutschland und ist über vierzig Jahre alt. Die auflagenstärksten Sonntagszeitungen neben der Bild am Sonntag (1.998.201) sind laut IVW die Welt am Sonntag (404.073) und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (309.625).


Die Inhalte von Bild.T-Online lassen sich ab sofort auch mobil abrufen. Texte, Bilder und Tabellen werden für 4.000 verschiedene Handys, PDAs und Smartphones automatisch und individuell aufbereitet. Kunden von T-Mobile und Vodafone finden den Dienst gegen Entgelt über t-zones und Vodafone live. Im Spätsommer soll das Angebot um weitere Dienste wie Dating und Games erweitert werden.



Die PC-WELT bietet einen neuen Online-Service: ab sofort gibt es unter www.pcwelt.de/pcw-tv/ Hard- und Software-Tests im Videoformat. Die Redaktion plant pro Woche drei bis fünf Video-Clips, die rund um die Uhr abrufbar sind. Das Ansehen der 40 bis 80 Sekunden langen Clips ist kostenlos, auch eine Registrierung ist nicht notwendig.



Nach Auskunft des Bundesverbandes für audiovisuelle Medien (BVV) hat sich der Markt für DVDs und Videokassetten im ersten Halbjahr 2005 auf vergleichsweise hohem Niveau konsolidiert. Dass die Umsätze trotz weiterhin steigender DVD-Absätze nicht höher ausfielen, liege vor allem an den sinkenden Preisen. Der Umsatz legte danach mit einem moderaten Anstieg um 4,5 Prozent auf 752 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Der Absatz der DVDs erhöhte sich um 17 Prozent auf 43,6 Millionen Stück (Vorjahreszeitraum: 37,3). Am Markt gibt es ein sicheres Indiz für den Formatwechsel: so ging die Zahl der verkauften Videokassetten von 6,3 Millionen auf nur noch 3,3 Millionen zurück. Die vom BVV veröffentlichten Marktdaten basieren auf einer Analyse des Marktforschungsinstituts GfK.



NBC Universal startet am 29. September einen neuen Free-TV-Sender mit dem Titel "Das Vierte-Wir sind Hollywood". Ab 20.15 Uhr sind dort jeden Tag zwei Spielfilme zu sehen. Über Kabel und Satellit können 80 Prozent der deutschen Haushalte den Sender empfangen. 'Das Vierte' übernimmt die Frequenzen des bisherigen Senders NBC Giga, der die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllte. Der Programmanbieter erhofft sich einen Marktanteil von zwei Prozent.



Der mittelständische Entertainment Media Verlag legt mit „Livepaper" ein völlig neues Online-Publishing-Konzept vor. In Sachen Interaktivität geht es deutlich über Web und E-Paper hinaus. Immer mehr Verlage setzen E-Paper-Editionen ein, gedacht als ein Ersatz für das eigentliche Printprodukt. Das „Livepaper“ erhöht die Funktionalitäten der PDF-Dateien der gewöhnlichen E-Papers um ein Vielfaches. So ist das Livepaper beispielweise komplett in Flash programmiert, bietet die Wiedergabe von Audio- und Videosequenzen zu den entsprechenden Beiträgen und den Zugriff auf gespeicherte Hintergrundinformationen. Bilder von Personen sind mit biografischen oder sonstigen Hintergrundinfos versehen und sogar mit den Adressdaten und Telefonnummern der Abgebildeten verknüpft. Der Entertainment Media Verlag sieht das „Livepaper“ als einen logischen Schritt bei der Entwicklung neuer, attraktiver Multimedia-Inhalte für das Internet.