...verhindern Roboter Kinderarbeit
Unter dem Begriff Jockey stellt man sich in der Regel Pferde reitende Hochleistungsathleten vor, die bei entsprechendem Erfolg auch gut verdienen. In Katar ist dies ein wenig anders: Hier reitet man Kamele statt Pferde, und die Reiter sind üblicherweise zwischen sechs und zehn Jahren alt. Meist werden sie billig aus Ländern wie Indien, Pakistan oder Sri Lanka eingekauft und faktisch als Sklaven gehalten. Nachdem Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International oder auch das Kinderhilfswerk UNICEF diese Praxis wiederholt kritisiert haben, bahnt sich nun ein Ende der Kinderarbeit an. Roboter sollen die Kinder bei den Kamelrennen ersetzen. Die Schweizer Firma K-Team hat einen Prototyp entwickelt, der bei Tests erfolgreich eine 2,5 km lange Teststrecke absolvierte und dabei eine sehr gute Zeit erreichte. Wann die Umstellung und damit die Kinderarbeit auf dem Rücken der Kamele komplett abgeschlossen sein wird, ist aber noch unklar.



...ist schmutzige Wäsche bald nicht mehr nur "ihr" Problem
Das eine Erfindung zur besseren Verteilung der Hausarbeit ausgerechnet aus Spanien kommt, ist eher ungewöhnlich. Denn dort ist die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau bis heute häufiger anzutreffen als in Mittel- oder Nordeuropa. Im Land der Stierkämpfer kommt jetzt dennoch eine Waschmaschine auf den Markt, die verhindert, dass sich nur die Frau den schmutzigen Socken annimmt. Das Gerät der Firma DeBuenaTinta lässt sich nicht zweimal hintereinander von ein und derselben Person bedienen und soll so auch die Herren der Schöpfung zur Erledigung ihrer Haushaltspflicht zwingen. Der Automat mit dem bezeichnenden Namen "Your Turn" ist mit einem Erkennungssystem für Fingerabdrücke ausgestattet und stellt auf diesem Weg sicher, dass die Arbeit nicht immer nur von einer Person erledigt wird. "Ich dachte, es wäre an der Zeit, endlich mit den Machos aus der Eiszeit Schluss zu machen, die nicht im Haushalt helfen", so Entwickler Pep Torres.



...wissen bald auch Blinde, was in einem Schaufenster zu sehen ist
Werbung spricht meist in erster Linie die Augen an: Plakate, Litfasssäulen und Schaufenster setzen auf visuelle Effekte und sollen die Kunden so interessieren und zum Kauf animieren. Mit Hilfe der RFID-Funktechnologie soll diese Werbung nun auch Blinden zugänglich gemacht werden. Die entsprechenden RFID-Transponder sollen durch die Navigationshilfen für Blinde aktiviert werden und beim Passieren eines speziell ausgerüsteten Schaufensters personalisierte Lautsprecher-Werbespots auslösen. Die amerikanische Firma Awarea will noch in diesem Monat die ersten Geräte zum Beispiel in Fußgängerzonen in Seattle in Betrieb nehmen. Vorläufer und Testgeräte sind seit einem Jahr in Seattle im Einsatz, die umfassende Markteinführung soll nun auf einer Versammlung der US-Blindenvereinigung "National Federation of the Blind" erfolgen. Wenn die Technik funktioniert, wären weitere Einsatzgebiete und Zielgruppen denkbar, beispielsweise Touristen, die die Transponder als Beipack eines elektronischen Fremdenführers erhalten könnten.


...versteht man Babys jetzt schon vor dem ersten Wort
Alle Eltern kennen die Situation: das Baby schreit lauthals und man weiß nicht warum. Besonders beim ersten Kind ist durch die fehlende Erfahrung hier jede Unterstützung wertvoll. In Japan arbeitet ein Team von Wissenschaftlern jetzt an einem Gerät, das helfen soll, die Absichten der Säuglinge zu erkennen. Dafür analysiert das Team um Neurobiologie-Professor Kazuyuki Shinohara die Schreie der Kinder, ihre Mimik und Gestik sowie die Veränderung der Körpertemperatur. Ebenso untersucht es die Frequenz des Baby-Gebrülls. Ein Prototyp des Baby-Verstehers soll in diesem Sommer fertig sein, mit der Marktreife rechnet Shinohara im kommenden Frühjahr.



...kuscheln Enkel und Großeltern bald durchs Telefon
Die zunehmende Isolierung älterer Menschen ist ein bekanntes Problem. Immer seltener kommen die Kinder und Enkel zu Besuch und so fehlen vielen Großeltern neben der Unterhaltung auch das Gefühl der Nähe und Zuneigung. Hier soll nun eine ungewöhnliche Entwicklung der Carnegie Mellon University im amerikanischen Pittsburgh Abhilfe schaffen, die sich "The Hug" nennt. Das Roboterkissen, das die Form eines Oberkörpers mit zwei Armstumpen und einen weichen Überzug hat ist in der Lage, Umarmungen zu versenden und aus der Ferne zu empfangen. Um eine Kuscheleinheit zu versenden spricht beispielsweise der Enkel den Namen des Großvaters ins Kissen. "The Hug" wählt nun automatisch die Nummer von Opas Kissen, dieses leuchtet auf und signalisiert den eingehenden Anruf. Wenn man abnimmt, können Enkel und Großvater miteinander sprechen und ihre Kissen drücken, was mittels Elektromotoren an das jeweils andere Robo-Kissen übertragen wird. Zusätzlich erwärmen sich die Velours-Bezüge. Damit man keine Angst haben muss, Anrufe und damit Streicheleinheiten zu verpassen, kann "The Hug" bis zu vier Nachrichten inklusive aller Umarmungen speichern.