...können Blinde bald problemlos die Zeitung lesen
Viele Texte liegen inzwischen in Blindenschrift vor, dennoch wäre es für Sehbehinderte und Blinde ein großer Fortschritt, wenn sie auch ganz "normale" Zeitungen, Bücher und Zeitschriften lesen könnten. Forscher des Berliner Fritz-Haber-Instituts haben nun eine Computerbrille entwickelt, mit der genau das möglich werden soll. Das Gerät besteht aus einer hoch auflösenden Kamera inklusive Mini-Computer. Nachdem die Vorlagen eingescannt wurden, wandelt der Computer den Text in Sprache um, der sich dann vorlesen lässt. Ziel der Forscher ist es nun, die Hardware so zu verkleinern, dass sie in eine Brille mit Kopfhörer passt.



...heben Windmühlen bald ab
In den letzten Wochen gab es in Deutschland eine intensive Diskussion zwischen Anhängern und Gegnern von Windkraftanlagen. Die wichtigsten Argumente der Contra-Fraktion sind, die Windräder seien viel zu laut und verschandelten außerdem die Landschaft. Bryan Roberts, Professor an der University of Technology im australischen Sydney, hat nun einen Plan entwickelt, der diese Punkte komplett entkräften könnte. Er möchte die Windräder dort anbringen, wo es am meisten Wind gibt: am Himmel. In über 5.000 Metern Höhe sollen große Windräder schweben und billig Strom produzieren. Aufgrund der stabileren Windverhältnisse könne die Effizienz im Vergleich zu den herkömmlichen Modellen verdreifacht werden, glaubt Roberts. Erste Tests sind erfolgreich verlaufen und nun versucht der Forscher drei Millionen Dollar für die Installation eines Prototyps über der australischen Wüste aufzubringen. Viele Investoren glauben allerdings bisher, dass es sich bei dem Plan lediglich um ein großes Luftschloss handelt.



...sind auch alte Menschen stark wie "Terminator"
Mechanische Bauteile, die Menschen gigantische Kräfte verleihen, sind bisher eher aus Science-Fiction-Streifen bekannt. Das Forscherteam um Yoshiyuki Sankai von der Universität im japanischen Tsukuba hat einen Roboteranzug entwickelt, der schon heute älteren und behinderten Menschen helfen soll. Durch die motorgetriebene Unterstützung von Armen und Beinen soll das Außenskelett aus Metall das Laufen, Treppensteigen sowie das Heben schwerer Lasten erleichtern. Gesteuert wird der computergestützte Antrieb der Montur von den elektrischen Signalen, die das Gehirn über die Nerven an die Muskeln leitet. Neben Beinschienen verfügen die verschiedenen Prototypen auch über Armstützen, mit denen die Nutzer etwa 40 Kilogramm mehr anheben können als ohne Hilfe. Die ersten kommerziellen Versionen sollen Ende 2005 auf den Markt kommen und zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten.

...zwingt uns der Wecker bald wirklich aus dem Bett
Jeder kennt ihn, den schlimmsten Moment eines jeden Wochentages: der Wecker beendet unsere süßen Träume und signalisiert, dass es höchste Zeit ist aufzustehen. Moderne Exemplare haben jedoch eine Funktion, die diesen Schritt noch ein wenig aufschieben kann, die Schlummertaste. Wer kann schon widerstehen, wenn es so einfach möglich ist, noch ein paar Minuten liegen zu bleiben... Meist bleibt es jedoch nicht bei ein paar Augenblicken, man drückt mehrfach auf die Ruhetaste und kommt trotz Weckruf zu spät zur Arbeit. Um dieser Versuchung zu entgehen, wurde nun ein neuartiges Gerät namens Clocky entwickelt. Der rollende Wecker lässt sich beim ersten Druck auf die Schlummertaste vom Nachttisch fallen und verschwindet in einer Zimmerecke. Nach einiger Zeit beginnt der Klingelton von vorne und zwingt dadurch gnadenlos dazu, aus dem gemütlichen Bett zu steigen und dem Lärm ein Ende zu machen. Clocky ist gepolstert und überlebt dadurch den Sturz auf den Boden ohne weitere Schäden. Ob diese Polsterung nach der allmorgendlichen Suche auch einen wütenden Wurf gegen die Wand aushält, bleibt abzuwarten.



...reicht bald wieder der Handschlag, um ein Geschäft zu besiegeln
Es gibt viele Systeme, die bargeldloses Bezahlen ermöglichen, EC- und Kreditkarten sind hierbei die gängigsten Varianten. Doch egal ob Geld oder Karte, beides kann vergessen werden und dann ist der Einkauf unmöglich. Bequemen und vergesslichen Menschen wird nun in Edeka-Märkten Hilfe angeboten, denn der Lebensmittel-Einzelhänder setzt künftig auf das Bezahlen per Fingerabdruck. Im pfälzischen Rülzheim wurde ein Supermarkt eröffnet, dessen Kassen mit Fingerabdruck-Scannern ausgestattet sind. Kunden, die an dem Programm teilnehmen möchten, registrieren zunächst Ihre Daten und willigen zudem in das Lastschriftverfahren ein, wodurch der Geldtransfer im Hintergrund autorisiert wird. Neben einer stärkeren Kundenbindung verspricht sich das Management auch Kosteneinsparungen. In Kürze sollen weitere Edeka-Märkte mit dem neuen System ausgestattet werden.