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Dortmund bekommt eine eigene, lokale IT-Messe. Die neue Ausstellung mit dem Namen ProfIT richtet sich laut Veranstalter hauptsächlich an Mittelständler und findet erstmals am 16. und 17. November 2005 in den Westfalenhallen statt. Ziel ist es, IT-Anbieter und -Anwender aus der Region zusammenzuführen und Informationstechnik praxisnah vorzustellen, heißt es in einer Mitteilung der Messe. Dafür sollen unter anderem verschiedene Fach- und Vortragsforen sorgen, die Praxisbeispiele und Branchenthemen erörtern. Schwerpunkte sind unter anderem Outsourcing, ERP, Mobility, Voice over IP, Prozess- und Qualitätsmanagement sowie eLearning. Unternehmen etwa aus Finanzbranche, Gesundheitswesen, Logistik, Handwerk sowie öffentliche Verwaltungen sollen einen Überblick über die neuesten Trends erhalten. Die Veranstalter gehen davon aus, im ersten Anlauf mindestens 80 Aussteller gewinnen zu können.
Das 25-jährige Jubiläum seiner Behörde nahm der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Peter Zimmermann zum Anlass, um vor einer zunehmenden Überwachung durch den Staat zu warnen. Der Drang, Daten der Bürger immer stärker zu vereinnahmen, sei unverkennbar. Vor dem Hintergrund knapper Kassen wachse die Gefahr, dass das informationelle Selbstbestimmungsrecht zunehmend relativiert werde, so Zimmermann. Besonders bedenklich seien beispielsweise Videoüberwachung oder die Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Doch es melden sich auch andere Stimmen zu Wort. So gab Harald Lemke, CIO des Landes Hessen, auf dem Microsoft Polizeikongress in Wiesbaden zu bedenken: "Wer den globalen Cyberspace nur unter dem Blickwinkel Privacy betrachtet, verabschiedet sich von einer ernsthaften Debatte. Daher gilt ohne wenn und aber: Verantwortungsvolle Sicherheitspolitik muss den Schutz der digitalen Privatsphäre gegen die Risiken einer unkontrollierbaren, weltweiten Kommunikationsinfrastruktur abwägen."
Eine Studie des Sicherheitsunternehmens Websense über die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz brachte Erstaunliches zu Tage: privates Surfen durchs Netz liegt in der Gunst vor einer gepflegten Tasse Kaffee. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) lassen eher eine Tasse Kaffee stehen als auf die private Nutzung des Internet am Arbeitsplatz zu verzichten. Der "Kick" Internet sticht also die Droge Koffein aus. Befragt wurden 500 Mitarbeiter aus Fachabteilungen und 350 IT-Manager in amerikanischen Unternehmen. Mit 93 Prozent gab die große Mehrheit der Befragten an, das Internet zu privaten Zwecken während der Arbeitszeit zu nutzen. Noch im Jahr zuvor lag diese Zahl bei nur 86 Prozent. Insgesamt werden rund 3,6 Stunden pro Woche für das Lesen von Online-Nachrichten, das Schreiben von privaten E-Mails oder der Abwicklung von Online-Banking-Geschäften verwendet. Online-Shopping und Musikdownloads stehen ebenfalls hoch in der Gunst der Mitarbeiter.
Mit neuen Bestimmungen für EU-Umweltsiegel hat der zuständige Ausschuss der Europäischen Union die Vergabekriterien für das Umweltzeichen "Margerite" auf Notebooks und Desktop-PCs verschärft. Das Umweltzeichen "Margerite" versteht sich als europäisches Pendant zum deutschen Blauen Engel und kann von Herstellern in insgesamt 19 Produktkategorien erworben werden. Durch die Vergabe des Umweltzeichens sollen Produkte gefördert werden, die im Vergleich zu anderen Produkten der gleichen Kategorie geringere negative Umweltauswirkungen hervorrufen. Nach den neuen Bestimmungen erhalten Notebooks und Desktop-PCs das Gütezeichen nur, wenn sie in insgesamt acht Kategorien umweltfreundlich gestaltet sind. Geprüft werden künftig der Energieverbrauch, die Lebensdauer, der Quecksilbergehalt bei LCD-Bildschirmen, die Geräuschentwicklung, die elektromagnetische Strahlung, Rücknahme und Verwertbarkeit des Geräts, die Benutzerhinweise sowie die Verwertbarkeit der Verpackung. |
Wie lassen sich unerwünschte E-Mails erkennen und abwehren? Dieser Frage ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer Studie auf den Grund gegangen. Die Untersuchung zum Thema Antispam-Strategien bündelt laut BSI Informationen zu technischen, rechtlichen und organisatorischen Aspekten, die bisher nur einzeln verfügbar waren. Ein wichtiger Aspekt, so die Studie, sei die Absicherung der eigenen Systeme, so dass diese nicht aus Versehen selbst Spam-Mails verbreiteten. "Werbemails und andere unerwünschte E-Mails kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern gefährden langfristig das Vertrauen der Menschen und Unternehmen in die elektronische Kommunikation und die gesamte Informationstechnologie", sagt Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI. "In der Studie zeigen wir deshalb nicht nur, wo die Probleme in der Praxis liegen, sondern beschreiben Lösungen. Unser Ziel ist es, Antispam-Strategien flächendeckend umzusetzen nur so können wir das Problem weltweit lösen." Die Studie steht im Internet kostenlos zum Download bereit. Online-Werke erhalten Einzug in Nationalbibliothek
Im Rahmen eines Pilotprojekts können die Bürger der estnischen Hauptstadt Tallin zu den Kommunalwahlen im Oktober 2005 erstmals ihre Stimme online abgeben. Der zweite Schritt sieht nach einem Beschluss des estnischen Parlamentes einen landesweiten Einsatz zu den Parlamentswahlen im Jahr 2007 vor. Für die Stimmabgabe per Internet benötigen die Bürger Tallins einen Chipkarten-Personalausweis, ein Chipkarten-Lesegerät und einen Internet-Zugang. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP verfügen bereits eine Million der 1,4 Millionen Esten über einen Chipkarten-Personalausweis. Mit diesem bereits seit 2002 ausgegebenen Ausweis haben die Inhaber zudem die Möglichkeit, Dokumente digital zu unterschreiben. Griechenland ist europäische (Software-) Piratenhochburg Auf 1,84 Milliarden Euro beläuft sich der Schaden durch illegale Softwarekopien allein in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Marktforschungsunternehmen IDC im Auftrag des Branchenverbands Business Software Alliance (BSA) durchgeführte Studie. Der Anteil illegaler Software ist demnach im vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt auf 29 Prozent zurückgegangen, der Schaden allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 140 Millionen Euro auf 1,84 Milliarden Euro angestiegen. Sowohl in der EU als auch weltweit lag die Rate der illegalen Softwarekopien bei 35 Prozent. Weltweit sei der Industrie dadurch ein Schaden von 32,7 Milliarden US-Dollar entstanden, so die BSA. Innerhalb der EU blieb Griechenland auch 2004 mit 62 Prozent Spitzenreiter bei der Verbreitung illegaler Kopien. Die weltweit geringste Quote verzeichneten die USA, die ihre Kopie-Rate von 22 auf 21 Prozent gesenkt haben. Dennoch sei dort der Umsatzausfall auf 6,6 Milliarden Dollar angewachsen. Damit führen die USA auch die Rangliste der Schadenssumme an. Mit einer Rate von 90 Prozent illegaler Softwarekopien rangieren China und Vietnam an der Spitze der Software-Piraten. |
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