...bringt uns das Handy bald zum Lachen
Oft machen uns Dinge, die wir am Telefon gesagt bekommen, traurig, wütend oder sorgen im Gegenteil für Freude und glückliche Mienen. Bisher sind für diese Emotionen lediglich die übertragenen Töne verant-wortlich, doch künftig sollen Mobiltelefone auch kitzeln, kribbeln oder ähnliche Gefühle vermitteln können. Das erste Gerät, das zu solchen so genannten haptischen Mitteilungen fähig ist, will Samsung noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Der Absender kann das gewünschte Gefühl aus einem Menü auswählen, und beim Empfänger sorgen spezielle Aggregate für dessen Umsetzung. Die Aggregate sind komplexer als die bisherigen Handy-Vibrationsmotoren und erzeugen über definierte Frequenzen und Vibrationsamplituden spezielle Empfindungen in der Hand. Ob das Handy auch in der Lage sein wird, wütende Gefühle zu übertragen oder den Empfänger zu kneifen, wurde bisher nicht bekannt.



...hilft das Internet beim Beziehungsende
Das Internet hilft in allen Lebenslagen: Urlaubsplanung, Bankgeschäfte und sogar der Lotto-Tipp lassen sich mittlerweile online erledigen. In den Niederlanden sorgt jetzt eine Webseite für Aufsehen, die eine ungewöhnliche Dienstleistung anbietet: Hilfe für Trennungswillige, die nicht wissen, wie sie ihre Beziehung beenden sollen. Zu den Tipps und Tricks gehört zum Beispiel der Rat an Frauen, ihrem Freund zu sagen, dass sie ein Kind von ihm möchten. Die Empfehlung für Männer, ihrer ungeliebten Partnerin zu große Unterwäsche zu schenken, zeugt von beachtlicher Boshaftigkeit. Eine Möglichkeit für beide, die aber nicht sehr innovativ erscheint: „Geh fremd und sorg dafür, dass dich jemand sieht.“ Für jene, die einer direkten Konfrontation entgehen wollen, bietet die Seite als Download-Material auch vorgefertigte Briefe zur Beendigung der Liebesbeziehung. Hier lässt sich dann zwischen einer rein sachlichen und einer Variante in Reimform wählen. Da sich alleine in den ersten drei Tagen 180.000 Besucher auf der Seite informiert haben, scheint der Bedarf an dieser Dienstleistung enorm zu sein, frei nach dem Motto: „Ich mach Schluss – das ist ja einfach.“



...laufen Roboter bald richtig elegant
Die Bewegungen von Robotern werden immer vielseitiger, einzelne Modelle können sogar tanzen. Die Spitzenmodelle sind jedoch bisher auf zahlreiche aufwendige Motoren angewiesen, die einen enormen Strombedarf haben und daher nicht sehr alltagstauglich sind. Amerikanische und niederländische Forscher wollen nun Laufmaschinen entwickeln, die dem menschlichen Bewegungsmuster folgen und durch die geschickte Nutzung der Schwerkraft 90 Prozent weniger Energie verbrauchen. Zudem sollen die Modelle wesentlich flexibler sein: „In naher Zukunft werden diese Roboter über Gebiete schreiten, auf denen sie noch nie zuvor gegangen sind“, sagt Russ Tedrake vom amerikanischen Massachusetts Institute of Technology. Ein erster Prototyp namens Toddler kann durch einen Antrieb im Fußgelenk geschickt die Schwerkraft überwinden und verbessert seine Lauftechnik über ein selbst lernendes Computerprogramm permanent weiter. Auch andere Modelle setzen auf Antrieb über die Fußgelenke. Wenn der vordere Fuß den Boden berührt, gibt die elektronische Steuerung ein Signal an den hinteren Fuß, sich elegant vom Boden abzustoßen. Die Ergebnisse der Studien könnten neben einer Weiterentwicklung autonom bewegter Roboter auch zur Verbesserung intelligenter Prothesen für Bein- oder Fußamputierte führen.

...kommen einige Bestandteile des PCs bald vom Bauernhof
Hühnerfedern lassen sich für viele verschiedene Zwecke verwenden, zum Beispiel als Füllung von Daunenjacken oder Federbetten. Richard Wool, Professor im Fachbereich Chemie der amerikanischen University of Delaware, hat einen völlig neuen Anwendungsbereich entdeckt. Er will die Federn als Rohstoff für Computerkomponenten einsetzen und daraus Platinen herstellen. Ein entscheidender Vorteil des Materials sei das geringe Gewicht, zudem würden nur die weichen Federteile genutzt, die viel Luft einschließen. Sie seien sehr gut zur Herstellung von Hochleistungsschaltkreisen geeignet. Ein erster hochkarätiger Interessent, der an das Potenzial der Idee glaubt, steht auch schon bereit. Der Chiphersteller Intel hat Interesse bekundet und so die Erfolgschancen des Forschungsprojekts weiter vergrößert. Bei der Verwendung der Hühnerfedern will es Professor Wool jedoch nicht belassen. Nach seinem Willen sollen auch andere landwirtschaftliche Produkte auf ihre Tauglichkeit für den Bau von Computerkomponenten geprüft werden. Ziel sei es, durch recyclingfähige Rohstoffe Abfallmaterialien und Computerschrott zu reduzieren.



...steuern auch Senioren mit ruhiger Hand
Computertechnik, die sich speziell an Senioren richtet, ist ein Wachstumsmarkt, denn die Anzahl älterer Computernutzer wird angesichts der Bevölkerungsentwicklung in Zukunft mit Sicherheit zunehmen. Die Firma IBM hat nun einen Adapter für Computermäuse vorgestellt, der Menschen mit starkem Händezittern eine normale Nutzung des Computers ermöglichen soll. Das Gerät filtert laut Hersteller die Zitterbewegungen der Hand nach dem Prinzip heraus, mit dem auch Filmaufnahmen stabilisiert werden. Dadurch können ältere Menschen und auch jene, die an Parkinson oder Tremor leiden, ohne fremde Hilfe Maus und PC bedienen. Der Adapter funktioniert auf jedem Betriebsystem und ist ab sofort über die britische Firma Montrose Secam für etwa 100 Dollar erhältlich.