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Weniger Besucher aber mehr Business-Kontakte so lautet das Fazit der Deutschen Messe AG und der 6.270 Aussteller zur CeBIT 2005. Mit rund 480.000 Besuchern blieb die CeBIT zwar unter der Zahl von 2004 (510.000 Besucher). Im Gegenzug erreichte der Fachbesucher-Anteil mit 88 Prozent einen neuen Höchststand. Eine klare Tendenz zu mehr Kontakten auf der CeBIT belege auch die erhöhte durchschnittliche Verweildauer der einzelnen Messebesucher von nunmehr zwei Tagen. Besuchte der Messegast im Jahr 2004 im Durchschnitt 21 Stände, so seien es in diesem Jahr rund 27 gewesen. Als Grund für die positive Entwicklung sehen die Veranstalter die klare thematische Gliederung und die stärkere internationale Ausrichtung der Messe. Alles in allem sei der Anteil der ausländischen Besucher um sechs Prozentpunkte auf 29 Prozent gestiegen, und mit rund 3.300 Unternehmen verbuche die CeBIT das beste Auslandergebnis ihrer Geschichte, so der Chef der Messe AG Ernst Raue. Trotz des Besucherschwundes bleibt die CeBIT damit die größte und internationalste IT-Messe der Welt. Auch nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM hat die CeBIT 2005 die hohen Erwartungen der Aussteller nicht zuletzt aufgrund des höheren Fachbesucheranteils voll erfüllt. Die nächste CeBIT findet vom 9. bis zum 15. März 2006 in Hannover statt.
Die aufgehellte Stimmung in der ITK-Branche belebt auch den Arbeitsmarkt. Laut Angaben des ifo Institutes wollen 22 Prozent der Software-Firmen und EDV-Dienstleister in den nächsten Monaten ihren Personalbestand aufstocken. Ein Abbau von Arbeitsplätzen ist derzeit nur noch für 10 Prozent der Branchen-Unternehmen ein Thema. Doch die positiven Aussichten ziehen den Nachwuchs bisher nur zögerlich an. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln sank die Zahl der Absolventen in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) von 27.800 im Jahre 1995 auf knapp 23.000 im Jahre 2003. Experten halten die mangelnde Repräsentanz technischer Fächer an den Gymnasien beispielsweise Informatik für eine der möglichen Ursachen. Zwar geht das Institut der deutschen Wirtschaft davon aus, dass bis zum Jahr 2010 wieder mehr Studierende ein MINT-Studium erfolgreich abschließen. Ob jedoch die Spitzenwerte aus den 90er Jahren bis dahin wieder erreicht werden, scheint den Machern der Studie zufolge fraglich.
Die englischsprachige Ausgabe des Nachschlagewerkes Wikipedia feierte kürzlich ihren 500.000sten Artikel. Die deutschsprachigen Autoren folgen auf dem Fuß und bilden mit 200.000 Artikeln die zweitstärkste Ausgabe der Online-Enzyklopädie. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Japanisch (100.000), Französisch (90.000) und Schwedisch (55.000). Rund 160 Sprachen sind mittlerweile bei Wikipedia vertreten, 90 davon mit über einhundert Artikeln. Dabei zählt das Nachschlagewerk auch Exoten wie Gothisch und Klingonisch. Erst im September 2004 hatte Wikipedia die Millionengrenze an Artikeln überschritten, jetzt sind bereits 1,4 Millionen Beiträge im weltweiten Netz verfügbar. Die gemeinnützige Wikimedia Foundation finanziert sich ausschließlich über Spenden. Um die Administration der über 40 Server kümmern sich freiwillige Mitglieder. Die deutsche Wikipedia-Gemeinde zählt zur Zeit rund 8.000 aktive Schreiberlinge, jeden Monat kommen etwa 500 neue hinzu.
Laut des internationalen Branchenverbands der Musikindustrie IFPI sind die Online-Musikverkäufe in den USA, in Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2003 um das Zehnfache gestiegen. Auf über 200 Millionen Einheiten beliefen sich die Verkäufe in diesem Zeitraum. Als entscheidender Treiber für den Erfolg legaler Musikdownloads gilt die wachsende Popularität tragbarer digitaler Musikplayer. Ein weiterer Trend ist laut IFPI der Musikdownload per Handy. In Asien erfolgen die meisten legalen Downloads bereits über das Musiktelefon. Wie eine Umfrage des Pew Internet & American Life Project herausfand, beschaffen bereits rund 36 Millionen Amerikaner oder 27 Prozent aller Internet-Nutzer Musik und Videos in digitaler Form. Dabei sei unter den Internet-Nutzern der Anteil der Downloader, die Bezahldienste nutzen, von 24 Prozent im Jahr 2004 auf nun 43 Prozent gestiegen, so die Studie. |
Die Zuversicht in der IT-Branche wächst. Laut einer Mitteilung des Branchenverbandes Bitkom rechnen die Unternehmen der IT- und Tele-kommunikationsbranche (ITK) im Jahr 2005 mit einer Beschleunigung des Wachstums. 76 Prozent der Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Fast 40 Prozent der Firmen erwarten sogar eine Umsatzsteigerung von mehr als fünf Prozent. Dem stehen 16 Prozent gegenüber, die ein stabiles Geschäft ankündigen und acht Prozent, die mit Umsatzrückgängen rechnen. Auf dieser Basis bestätigt der BITKOM seine Wachstumsprognose von 3,4 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro im deutschen ITK-Markt für 2005. Ähnlich gut bewertet das ifo Institut die Stimmung unter den Software-Firmen und EDV-Dienstleistern. Bei der jüngsten Befragung bewerteten 34 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, nur noch 13 Prozent waren mit ihren Geschäften unzufrieden. Im Quartal zuvor hatten sich optimistische und pessimistische Prognosen noch die Waage gehalten. Ein Drittel Breitband 34 Prozent der privaten Internet-Nutzer gehen per DSL/Breitband ins Netz. Zu diesem Ergebnis kommen die aktuellen Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe Wahlen Online. Wenngleich die Zahl der Breitbandanschlüsse beständig ansteigt, geht doch die Mehrzahl der Web-User immer noch per ISDN-Anschluss (36 Prozent) oder analogem Modem (26 Prozent) ins Netz. Insgesamt ist die Zahl der privaten Internet-Zugänge im ersten Quartal 2005 nur noch geringfügig gestiegen. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal von 57 auf 61 Prozent lasse auf eine gewisse Sättigung schließen, interpretieren die Autoren ihre Studie. Nach wie vor nutzen mehr Männer als Frauen das Internet, allerdings haben die Frauen etwas aufgeholt: Der Anteil weiblicher Web-Nutzer liegt bei 56 Prozent (plus sechs Prozentpunkte im Vergleich zum I. Quartal 2004), jener der Männer bei 67 Prozent (plus zwei Prozentpunkte).
Instant Messaging erobert die Büros Kürzere Entscheidungswege, schnellere Kommunikation das Vertrauen in den Geschäftsnutzen von Instant Messaging (IM) steigt kontinuierlich an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Ovum in Zusammenarbeit mit dem europäischen E-Business-Forum EEMA. Unternehmen, die Instant Messaging bereits nutzen, wollen die Nutzung innerhalb ihres Netzwerkes verdoppeln, so das Ergebnis der Studie. Doch die neue Technik bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Gefahren mit sich auf die die meisten Unternehmen schlecht vorbereitet sind, wie eine Untersuchung von Surfcontrol bei 7.200 nordamerikanischen Unternehmen herausfand. Nicht einmal die Hälfte hatte Richtlinien für den Umgang mit IM- oder Peer-to-Peer-Anwendungen aufgestellt. Viren, Würmer oder Spyware könnten durch unbedachte Nutzung leicht in das Unternehmensnetzwerk gelangen und großen Schaden anrichten, so die Studie. Experten empfehlen daher, schnellstmöglich entsprechende Corporate Policies zu verankern.
Kostengünstige Gespräche führen und die eigene Internet-Rufnummer weltweit verwenden das sind laut einer aktuellen Umfrage von Roland Berger Market Research die größten Vorzüge von Voice over IP (VoIP) für Privatpersonen. Dass man über das Internet telefonieren kann, wissen der Studie zufolge acht von zehn Bundesbürgern und zwar hauptsächlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda aus dem Bekanntenkreis (bei 40 Prozent aller Befragten). Weitere wichtige Informationsquellen sind Fernsehberichte (25 Prozent) und Printmedien (22 Prozent). Doch obwohl VoIP in Deutschland kein Fremdwort mehr ist, wollen nur 14 Prozent der Befragten innerhalb der nächsten zwölf Monate in die Internet-Telefonie einsteigen. Im Rahmen der Studie befragten die Marktforscher 500 repräsentativ ausgewählte Privatpersonen zwischen 16 und 60 Jahren. |
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