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Who is who der Kommunikationsbranche
Über 1.300 Teilnehmer machten den ersten Kommunikationskongress des Bundesverbandes der Pressesprecher (BdP) zur bisher größten Veranstaltung der deutschen PR-Branche überhaupt. Am 18. und 19. November traf sich im Berliner Congress Centrum das Who is who der Unternehmenssprecher mit allen führenden PR-Professoren, den Chefredakteuren der deutschen Leitmedien und dem Management der Top 30 der deutschen PR-Agenturen zum Meinungsaustausch.
"Was kann Kommunikation leisten?" lautete die Leitfrage der Veranstaltung, die in Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen behandelt wurde. So diskutierten die rund 100 Referenten beispielsweise die Möglichkeiten interner Kommunikation oder die Zusammenhänge zwischen Kreativität und integrierter Kommunikation. Der Kommunikationskongress zeigte deutlich, dass Krisenkommunikation derzeit ganz oben auf der Agenda vieler Kommunikationsverantwortlicher steht. In einer Umfrage auf dem Kongress gaben rund 47 Prozent der Befragten an, sich besonders für dieses Thema zu interessieren.
Mit zunehmendem wirtschaftlichen Druck steigt die Angst der Unternehmen, negative Schlagzeilen zu machen, und die Pressesprecher suchen konkrete Handlungsalternativen für ihren Arbeitsalltag.
Der BdP hat mit dem Kommunikationskongress Impulse gesetzt und man darf bereits jetzt auf die zweite Veranstaltung im September 2005 gespannt sein.

Pressesprecher vergeben Journalistenpreise
Der Bundesverband der Pressesprecher hat im Rahmen des Kommunikationskongresses während der Speakersnight in der Berliner Staatsoper erstmals seine Journalistenpreise "Goldener Apfel" und "Fauler Apfel" verliehen. Der "Goldene Apfel" ging an den Sport-Journalisten Freddie Röckenhaus von der Süddeutschen Zeitung. Er deckte die finanzielle Schieflage bei Borussia Dortmund auf. "Sauber recherchiert, kritisch und trotzdem sachlich fair - ein gelungenes Beispiel für Qualitätsjournalismus", urteilten die BdP-Mitglieder,
die die Preisträger in einer Online-Abstimmung ermittelten. Die Verleihung des "Faulen Apfels" wurde unter den Kongressteilnehmern und in den Medien sehr kontrovers diskutiert. Wir sehen von einer Nennung des "Preisträgers" ab.

Deutschlands beste Mitarbeiterzeitschriften
Zum zehnten Mal verlieh die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) Anfang Dezember ihre Preise für die besten Mitarbeiterzeitungen undzeitschriften. Mehr als 150 Unternehmen und Agenturen reichten Vorschläge für den inkom.Grand Prix ein. Weit mehr als die Hälfte der Einreichungen erzielten überdurchschnittliche Bewertungen für Mitarbeiternähe, journalistische Umsetzung und Gestaltung. Die Preise wurden in drei Kategorien nach Art der Publikation und Auflagenhöhe vergeben. Das insgesamt beste Ergebnis mit 159 von 200 möglichen Punkten erzielte die "Premium Post, Mitarbeiterzeitung der Deutschen Post World Net.
Ansichten eines Gatekeepers
Andreas Hippin von der dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH erläuterte den Gästen beim PR-Pulse von Fink & Fuchs PR am 24. November in Wiesbaden den Arbeitsalltag einer Nachrichtenagentur. Dieser ist geprägt von hohem Zeitdruck und knapper personeller Besetzung. Die wenigen Redakteure sehen sich einer Flut von rund 10.000 Meldungen gegenüber, die pro Tag eingehen. Nur 500 davon schaffen es in den dpa-AFX-Ticker. Vier zentrale Kriterien bestimmen die Auswahl: Die Meldungen müssen tagesaktuell, börsenrelevant, für den Laien verständlich und für den Fachmann gewinnbringend sein. Mit einer zielmediengerechten Formulierung der Pressemeldungen erleichtern die Pressestellen den Redakteuren ihre Arbeit als Gatekeeper und erhöhen die Chance, dass ihre Botschaft übernommen wird.
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PRAXISTIPP
von Thomas Hecker, Projektleiter IGS bei Fink & Fuchs Public Relations
Korrekturschleifen unsichtbar machen
Das Problem konnten wir schon häufiger beobachten - interne Korrekturen oder Anmerkungen in einem Dokument sind plötzlich auch für externe Leser sichtbar. Dies betrifft Texte im Web ebenso wie Pressemeldungen, die als Attachment an Journalisten versendet werden. Die Folgen einer solchen ungewollten Veröffentlichung von sensiblen Anmerkungen sind peinlich bis fatal. Dabei lässt sich relativ einfach Vorsorge treffen, dass diese Situation nicht entsteht.
Der technische Hintergrund: Bei der Textarbeit mit eingeschalteter Korrekturfunktion werden automatisch alle Änderungsdaten dokumentiert und mit dem betreffenden Dokument gespeichert. Im Normalfall sind sie nicht löschbar. Für die Veröffentlichung eines solchen Dokuments müssen also die Korrekturdaten gesondert entfernt werden. Für die Office-Programme von Microsoft gibt es hierfür beispielsweise das kostenlose Tool Remove Hidden Data, das Sie hier herunterladen können. Alternativ verhindert auch die Speicherung des Dokuments als PDF ungewollte Einblicke in die unternehmensinternen Änderungsschleifen. Damit sehen externe Leser dann wirklich nur das, was sie auch sehen sollen.
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Deutscher PR-Rat legt Jahresbericht vor
Der Deutsche Rat für Public Relations zeigt sich besorgt über eine Zunahme von Schleichwerbung. In 2004 gingen bei dem Gremium rund 20 Beschwerden ein. Im Fall Welteke zog der DRPR den Verdacht der Vorteilsgewährung zurück, mahnte aber zugleich alle Unternehmensverantwortlichen, ihre Kriterien für Einladungen an Amtsträger dem gestiegenen öffentlichen Moralempfinden anzupassen. Im Hinblick auf Beschwerden, dass Publikationen von PR-Agenturen Geld für unternehmensfreundliche Berichterstattung angeboten wurde, fordert der PR-Rat die Unternehmen auf, Agenturen nie ohne klar umrissenen Auftrag arbeiten zu lassen und von ihren Dienstleistern die Einhaltung der PR-Kodizes einzufordern.

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Dschungelführer
Double-opt-in für den Newsletter-Versand, Scans von Abdrucken oder Texte für den Geschäftsbericht. Das sind nur drei Stichworte, mit denen sich PR-Verantwortliche mitten im Dschungel von Urheberrechts- und Pressegesetzen wieder finden. Viola Falkenberg eröffnet mit dem Buch "Im Dschungel der Gesetze" einen Pfad, auf dem sich auch Nicht-Juristen zurecht finden. Der schlüssige Aufbau führt von den alltäglichen Fragen, die sich bei Faltblättern und Broschüren stellen, über die differenzierte Darstellung der Auskunftspflichten gegenüber Journalisten bis zu den komplexen Urheber- und Nutzungsrechten. Die Autorin stellt aus Sicht der PR-Arbeit die gesetzlichen Pflichten ebenso dar wie die Rechte und Grenzen. Das Werk hat 212 Seiten und ist im Viola Falkenberg Verlag erschienen. Es kostet 22,90 Euro.

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Steigende Budgets
Knapp zwei Drittel der PR-Agenturen erwarten für 2005 steigende Honorarausgaben. Bei den Pressestellen der Unternehmen teilen 29 Prozent diesen positiven Ausblick auf steigende Budgets. Das ist das Ergebnis des ersten PR-Trendmonitors von news aktuell und Mummert Communications. Rund 2.000 Fach- und Führungskräfte aus der PR wurden online befragt. Übereinstimmung herrscht zwischen Agenturen und Pressestellen, dass Kommunikationsleistungen zunehmend vertriebsunterstützend wirken müssen und die Geschäftsleitung nach konkreten Erfolgszahlen fragt.
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