Togo vor Deutschland
Der Leiter des Taubman Center for Public Policy in den USA bezeichnet die Geschwindigkeit mit der weltweit E-Government-Dienste entwickelt werden als "Schneckentempo". Das Taubman Center durchsuchte bereits zum vierten Mal systematisch hunderte Regierungs-Websites. Als Sieger gingen dabei die Nationen Taiwan, Singapur und die USA hervor. Deutschland landete auf Platz 9 und punktete vor allem aufgrund umfangreicher Datenschutzinformationen. Vor der Bundesrepublik reihten sich allerdings noch Kleinstaaten wie Togo (5) und Monaco (8) ein, die vor allem gute Informationen für Besucher aus dem Ausland bieten.



Ein Leben ohne Internet
Wie sehr beeinflusst die Nutzung des Internet das Leben? Dieser Frage sind Yahoo und die Werbeagentur OMD in einer gemeinsamen Studie auf den Grund gegangen. Teilnehmer waren 1.000 US-Haushalte plus 28 Personen, die in einer ergänzenden Feldstudie zwei Wochen Surf-Verbot verordnet bekamen. Diese Erfahrung beeinträchtigte einige der Teilnehmer bereits nach kurzer Zeit in ihrem sozialen Leben. Sie langweilten sich und hatten Probleme, ohne E-Mail und Messenger Freundschaften am Leben zu halten. Für viele Teilnehmer war besonders die Reaktion von Arbeitskollegen schwierig. Internet und E-Mail wichen Zeitung und Telefon was dazu führte, dass die Probanden ihre ursprünglich vom Internet geschaffene Privatsphäre am Arbeitsplatz vermissten.



GEZ für Internet-PCs
Die von den Ministerpräsidenten der Länder beschlossene Rundfunkgebühren-Pflicht für Computer mit Internetanschluss erhitzt die Gemüter. Wirtschaft und Opposition übten scharfe Kritik an der Einführung der "verkappten Internet-Steuer". Die Gebühr soll ab 2007 erhoben werden. Privathaushalte bleiben davon verschont, da dort ohnehin GEZ-Gebühren für TV und Radio gezahlt werden. Da für die Gesamtheit aller vernetzten Firmen-PCs nur eine einmalige Gebühr vorgesehen ist, sollen die Mehrbelastungen für die Wirtschaft gering ausfallen. Eine ganz andere Meinung zu diesem Thema vertritt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), der die Pläne der Länder insgesamt als "grotesk" bezeichnete.


Polizei "funkt" lieber mit Mobiltelefonen
Eine Umfrage der Zeitschrift Behörden Spiegel ergab, dass drei Viertel aller Polizisten im Einsatz lieber ihre handelsüblichen GSM-Handys als den so genannten "Blaulicht-Funk" benutzen. Im Vorfeld der Behördenfunk-Messe PMRexpo wurden 100 Polizisten mit Führungsaufgaben und 88 Streifenpolizisten befragt. Als Grund gaben die Befragten bessere Erreichbarkeit und vor allem Abhörsicherheit an. Nahezu alle würden die Einführung eines neuen digitalen BOS-Funks auf Basis der GSM-Technik bevorzugen. Somit geraten die seit Jahren entwickelten Systeme Tetra und Tetrapol in Bedrängnis. Allerdings wurde bei der Befragung nur die Handhabbarkeit der Geräte, nicht aber ebenso wichtige Fragen zur Leitstellentechnik, Datenkommunikation und Verbund verschiedener BOS-Behörden beantwortet.


DeNIC registriert die 8-millionste Domain
Die Top Level Domain "de" hat im Oktober die Marke von acht Millionen registrierten Websites erreicht. Eine Statistik auf der Denic-Homepage zeigt den sprunghaften und kontinuierlichen Anstieg seit Januar 1999. Bei der regionalen Verteilung führt Berlin seit 2000 die Rangliste an, während Hamburg in den Jahren 2002 und 2003 München vom zweiten Platz verdrängen konnte. Denic betont außerdem, dass die Zahl der deutschen Länderkennung nur noch von der TLD .com mit insgesamt 30 Millionen Registrierungen getoppt wird.



Cookies genießen keine Lobby im WWW
Das Löschen und Blockieren von Cookies wird zu einem ernsthaften Problem für die effektive Messung von Internetverhalten und der Erfolgsbeurteilung von Online-Werbung. Forschungsergebnisse von Nielsen NetRatings zeigen, dass "die enge Verknüpfung zwischen Internetnutzer und Cookies" zusammengebrochen ist. Die Panels belegen, dass monatlich je nach Website 5 bis 55 Prozent aller Cookies unbrauchbar gemacht werden. Zwischen 20 und 30 Prozent der Zielgruppe weigern sich, die Kenndateien zu akzeptieren. Jede Website, die Cookie-Informationen benutze, erhalte ungenaue, wenn nicht sogar extrem überbewertete Ergebnisse.



Wohin mit dem Elektroschrott?
Es gibt wenige Technologien, die bei der schnellen Alterung von PCs mithalten können. Wer up to date sein will, muss alle paar Monate in neue Hardware oder komplett neue Rechner investieren. Doch wohin mit dem alten Eisen? Auf keinen Fall auf den Sperrmüll, denn die komplette Elektronik enthält giftige Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Kadmium. Also muss der alte Rechner umweltgerecht entsorgt werden. Dafür gibt es in größeren Städten sogar eigene Entsorgungsbetriebe für Elektroschrott. Ab dem 13. August 2005 soll die Entsorgung noch bequemer werden, wenn kommunale Sammelstellen eingerichtet sind, bei denen die Altgeräte abgegeben werden können. Die kostenlose Entsorgung hat allerdings auch ihre Nachteile: Die Kosten werden früher oder später wieder auf den Neugeräte-Preis umgelegt.



VUD löst sich auf
Die Mitglieder des Verbands der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) haben einstimmig dessen Auflösung beschlossen. Zu den Gründen für die Auflösung äußerte sich der Verband bislang nicht. Der VUD wurde 1993 als Interessenvertretung der Entwickler, Hersteller und Distributoren von Unterhaltungssoftware gegründet. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Atari, Eidos, Electronic Arts, Nintendo, Microsoft oder Sony. Der Verband hatte sich unter anderem den "Schutz des geistigen Eigentums und der Produkte unserer Industrie vor Piraterie und Fälschung" auf die Fahnen geschrieben. Der VUD ist auch Mitträger der Games Convention in Leipzig.