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Die ITK-Branche blickt weiterhin zuversichtlich auf das Restjahr 2004. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Branchenbarometer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM). 58 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem zum Teil deutlichen Umsatzplus, weitere 21 Prozent gehen von stabilen Umsätzen aus. Laut BITKOM-Präsident Willi Berchtold weisen damit alle Anzeichen darauf hin, dass der Investitionsstau sich auflöst. Markttreiber sind vor allem Mobilfunkdienste, neue Medien und digitale Consumer Electronics (CE). Für positive Überraschung sorgten nach BITKOM-Angaben die Anbieter von Telekommunikations-Infrastrukturen. Nach drei Jahren im Minus berichten wieder 71 Prozent der Unternehmen von steigenden Auftragseingängen. Auf Basis dieser Ergebnisse bestätigt BITKOM seine Wachstumsprognose von 2,5 Prozent im deutschen ITK-Markt auf ein Gesamtvolumen von 131 Milliarden Euro. Erstmals seit 2001 würde die Branche damit das gesamtwirtschaftlich erwartete Wachstum von etwa 1,7 Prozent deutlich übertreffen.
Wie der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland e.V. berichtet, verzeichnete der Markt für Unterhaltungssoftware in Deutschland 2003 ein Wachstum von 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Marktvolumen betrug 2003 insgesamt 1,13 Milliarden Euro. Der Markt umfasst die Produktbereiche Entertainmentsoftware für Computer und Konsolen sowie Info- und Edutainment. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 52,6 Millionen Stück Software abgesetzt.
Die zehn neuen EU-Staaten werden in den nächsten Jahren einen regelrechten Breitbandboom erleben, prognostiziert die Yankee Group. Derzeit verfügen in Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Zypern im Durchschnitt nur 1,5 Prozent der Haushalte über einen Highspeed-Internetzugang. Im Vergleich dazu liegt der Durchschnittswert der übrigen 15 EU-Mitgliedsstaaten bei zwölf Prozent. Die Analysten gehen jedoch davon aus, dass die neuen EU-Staaten in den nächsten fünf Jahren in Sachen Breitband aufholen und die alten Mitgliedsländer teilweise sogar überflügeln werden. Dafür machen die Analysten vor allem zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen zwinge das EU-Recht die zehn Länder zur Liberalisierung ihrer Telekommunikationsmärkte. Zum anderen erhalten sie aus Brüssel Gelder für die Entwicklung entsprechender Infrastrukturen. Laut Yankee Group haben Polen, Tschechien und Ungarn dabei das größte Wachstumspotenzial. Bis 2008 sollen in diesen drei Staaten rund 17 Prozent der Haushalte über einen breitbandigen Internet-Anschluss verfügen.
Derzeit laufen die Bewerbungen für die Einführung neuer Top Level Domains (TLD) bei der "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" (ICANN). Insgesamt zehn Bewerber wurden nun in einer ersten Gutachterrunde bewertet, wobei nach ersten Einschätzungen die TLDs .mail und .tel wenig Chancen auf Erfolgt versprechen. Grund hierfür sei ein bestehender Konflikt mit ENUM-Adressen. Grundsätzlich war die erste Bewertungsrunde aber positiv, alle übrigen Bewerber müssen nun die vom Gremium erarbeiteten Zusatzfragen beantworten. Gute Aussichten auf Erfolg haben die Domains .asia, .cat oder .travel. Die ICANN muss in dieser wichtigen Entscheidung allerdings nicht nur auf technische Solidität achten, sondern auch auf politische Empfindlichkeiten. Ob sich die ICANN darauf allerdings einlassen sollte, ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen. |
Die Yankee Group erwartet in den nächsten Jahren ein zweistelliges Wachstum für Linux. Laut der Studie "Linux, Unix and Windows TCO Comparison" hat bereits jede dritte Firma Erfahrungen mit Linux. Für die Studie wurden weltweit 1150 IT-Verantwortliche befragt. 15 Prozent der Befragten planen demnach in den nächsten Jahren einen Wechsel in die Linux-Welt, 37 Prozent möchten hingegen nichts an ihrer Windows- oder Unix-Ausrichtung ändern. Die übrigen Befragten haben sich für einen Mischbetrieb von Windows- und Linux beziehungsweise Unix-Plattformen entschieden.
Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Cottbus nimmt die Internet-Kriminalität in Deutschland deutlich zu. Die Zahl der Ermittlungsverfahren habe sich von etwa 500 im Jahr 2001 auf bisher 1800 in diesem Jahr erhöht. Für 2004 insgesamt rechnen die Staatsanwälte mit mehr als 2000 Verfahren. In Cottbus ist die bundesweit einzige Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Internet-Kriminalität in Deutschland ansässig. Mehr als 60 Prozent der Internet-Strafverfahren befassten sich in diesem Jahr mit Betrugsstraftaten, zum Beispiel über das Auktionshaus eBay. 25 Prozent betrafen die Verbreitung von Kinderpornografie, weitere 10 Prozent Urheberkriminalität, zum Beispiel den Verkauf von Raubkopien. Die restlichen Verfahren befassten sich mit politischen Delikten wie der Verbreitung von extremistischem Propagandamaterial. Gericht präzisiert Voraussetzungen für den Online-Versand an Jugendliche Web-basierte Versandmethoden wie der Verleih von DVDs per Post stellen Jugendschützer vor neue Herausforderungen. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts München genügte es nicht, dass alle Kunden eines Internet-Verleihers per Post-Ident-Verfahren auf ihre Volljährigkeit geprüft wurden. Damit wurde zwar festgestellt, dass alle Kunden über 18 Jahre alt sind, allerdings bestand nach wie vor die Möglichkeit, dass Kinder die Sendungen öffnen konnten, falls sie in den Hausbriefkasten geworfen oder vom Postboten ausgehändigt wurden. Nach Angaben der Richter müssen Filme und Videospiele per "Einschreiben eigenhändig" versendet werden. Nur so könne ausgeschlossen werden, dass Medien ohne FSK-Jugendfreigabe in die falschen Hände geraten. Für den Versand von Alkohol und Nikotin gelten hingegen weniger strenge Anforderungen.
Die Zahl der Internet-Nutzer hat sich seit dem Jahr 2000 in Deutschland verdoppelt, so die ARD/ZDF-Online-Studie 2004. Rund 35,7 Millionen Erwachsene, das sind 55,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren, sind derzeit auf dem digitalen Datenhighway unterwegs. Besonders hohe Zuwachsraten sind dabei in den neuen Bundesländern festzustellen. Mit einer Internetverbreitung von 52,3 Prozent hat sich die Nutzung dort nahezu an das Niveau der alten Bundesländer (56,1 Prozent) angeglichen. Am häufigsten wird das Internet nach wie vor von den 14- bis 19-jährigen und von Berufstätigen genutzt. Halbleiter-Wachstum verlangsamt sich Die Halbleiterindustrie muss in der zweiten Jahreshälfte mit einer Verlangsamung ihres Wachstums rechnen. Nach Meinung der Marktforscher von iSuppli Corp werden die Werte von 31,4 Prozent im ersten Halbjahr auf 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte sinken - gemessen am jeweiligen Vorjahresabschnitt. Als Grund dafür nannten die Experten sinkende Chip-Preise sowie die schwache Nachfrage am Markt für Elektronikgeräte. Über den Gesamtjahreszeitraum prognostizieren die Marktforscher ein Wachstum von 25,4 Prozent. 2005 wird es wohl nur noch zu einstelligen Wachstumsraten kommen. |
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