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Als auf die IT-, TK- und UE-Branchen spezialisierte Agentur beobachtet die Fink & Fuchs PR AG permanent die Themenlandschaft dieser Industrie auf kommunikative Risiken und Chancen. An dieser Stelle werfen wir jeden Monat ein Schlaglicht auf einige Issues, die unserer Ansicht nach derzeit besonders interessant sind und PR-Potenzial haben. Wenn Sie aktuell ein spannendes Issue verfolgen, schreiben Sie uns an: christina.lotz@ffpr.de Software-Piraterie über Tauschbörsen: Nach dem Tausch von Musik und Filmen entwickelt sich nun ein neuer Trend in P2P-Netzwerken: Das Angebot illegaler Software-Kopien nimmt deutlich zu. Lag der Anteil von Programmen am Datenverkehr in Tauschbörsen wie KaZaa, eMule und Gnutella im Juni 2003 noch bei 1,5 Prozent, stieg er im März dieses Jahres auf 3,3 und im Juni auf 5,7 Prozent. Dies ermittelte der Dienstleister BigChampagne. Dessen Chef Eric Garland meint dazu: "Je mehr sich die Breitband-Nutzung durchsetzt und je größer die Festplatten werden, umso mehr Leute schauen in den P2P-Netzen auch nach umfangreichen Inhalten." Doch während die Software-Hersteller in anderen Bereichen sehr energisch gegen Raubkopierer vorgehen, sind sie im Internet noch recht zurückhaltend, berichtet die Technology Review. Laut Jenny Blank von der BSA (Business Software Alliance) werden die Tauschbörsen zwar beobachtet, mehr als Unterlassungsaufforderungen haben die Software-Piraten aber noch nicht erhalten. Vielleicht haben die Programmentwickler von der wenig erfolgreichen Klagewelle der Musik-Labels gelernt und bieten gleich legale Downloads gegen Bezahlung in den Tauschbörsen an. Hightech-Ladendiebstahl: Bislang waren Funk-Chips nur ein Thema für die Datenschützer. Doch eine neue Erkenntnis lässt auch die Unternehmen aufhorchen, die RFID-Etiketten einsetzen: Eine deutsche Firma hat nämlich gezeigt, wie sich die kleinen und billigen Waren-Aufkleber mit wenig Aufwand umprogrammieren lassen. Damit können technisch versierte Ladendiebe die Identität einer Ware und damit natürlich auch ihren Preis an der Kasse verändern. Dazu reicht die Software "RFDump" sowie ein mobiles Gerät zur Erfassung und Beschreibung von RFID-Chips. Neben dem Einzelhandel, der bereits jetzt vereinzelt diese Technik verwendet, wären viele weitere Lebensbereiche davon betroffen. Schließlich sollen Funk-Etiketten auch beim Ticket-Verkauf, bei Maut-Verfahren und eventuell bei der neuen Gesundheitskarte zum Einsatz kommen. Und spätestens bei Zutrittskarten in sensible oder geheime Unternehmensbereiche können RFID-Hacks zum sehr unangenehmen Issue werden. Extreme Phishing: Im letzten Issue-Index haben wir bereits über den Trend zu betrügerischen E-Mails berichtet, die über gefälschte Absenderangaben Passwörter und Kennwörter von arglosen Empfängern herauslocken. Inzwischen werden die Phishing-Tricks immer ausgefeilter. So fälschen die Angreifer sogar ganze Browser-Komponenten, um die Anwender zu überlisten. Aktuell wird dem Firefox-Browser eine falsche Statuszeile untergejubelt. Diese gaukelt dem Nutzer vor, dass er eine neue Homebanking-Anwendung seines Instituts nutzen soll. In Wirklichkeit leitet sie ihn auf eine gefälschte Kopie der Originalseite, in die er seine Kontodaten eintragen soll. Laut Jeff Smith, einem Entdecker der Lücke, sei es ohne weiteres möglich, auch bei anderen Browsern die komplette Bedienoberfläche unter die Kontrolle des Angreifers zu bringen. So sind die Hersteller dieser Programme gefordert, diese Sicherheitslücken schnellstmöglich zu stopfen, bevor aus dem Sicherheits-Advisory ein Issue wird. |
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