...gibt es jetzt auch Roboter mit Herz
Roboter gelten gemeinhin als herzlose Geschöpfe. Amerikanische Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Los Angeles haben den Gegenbeweis angetreten und entwickelten einen Roboter mit Herz. Die winzige Siliziummaschine wird durch die Kontraktion lebendiger Herzmuskelfasern angetrieben und kann 14 Zentimeter pro Stunde zurücklegen. Obwohl noch kein spezielles Einsatzgebiet für die Konstruktion vorliegt, die sich von einfacher Zuckerlösung "ernährt", ist der Prototyp, der halb so dick wie ein menschliches Haar ist, für mehrere Einsatzgebiete geeignet. So hat etwa die Raumfahrtbehörde NASA Bedarf angemeldet, um mit einem solchen Roboter an der Außenseite ihrer Raumschiffe kleine Schäden reparieren zu können. Obwohl bis zur Marktreife noch einige Zeit vergehen wird, ist die Zeit "herzloser" Maschinen wohl bald vorbei.



...entwickelt der Computer seine Software jetzt selber
Software ist der Antrieb eines jeden Computers. Erst diese Anwendung erfüllt die Hardware mit Leben und gibt ihr eine Aufgabe. Die Entwicklung von Programmen können nun die Computer selber übernehmen. Diese Idee existiert schon lange, allerdings ist es mit der "OlivaNova Model Execution"-Programmiermaschine nun zum ersten Mal gelungen, sie in die Realität umzusetzen. Ein Team der Technischen Universität von Valencia unter der Leitung des spanischen Informatikprofessors Oscar Pastor hat nach acht Jahren Entwicklungszeit nun das Ergebnis vorgestellt. Ein Entwicklerteam muss der Maschine das zu lösende Problem mit allen Facetten einspeisen, diese entwickelt dann die fertige Software schneller als jeder Programmierer wahlweise in den Programmiersprachen Java, Visual Basic oder .NET. Der Entwicklungsprozess für neue Produkte könnte somit von einem Jahr auf wenige Wochen oder gar Tage reduziert werden.



...sucht der Computer den nächsten freien Parkplatz
Wer mit dem Auto regelmäßig im Stadtbereich unterwegs ist, steht häufig unweigerlich vor einem Problem: Wo ist der nächste freie Parkplatz? Die Suche nach einer Lücke ist nicht nur nervenaufreibend und langwierig, sondern bei den aktuellen Benzinpreisen auch teuer. Eine neue Entwicklung des Prozessorherstellers Intel in Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon Universität soll nun dabei helfen, schnell freie Parkplätze zu finden. Mittels einer Vielzahl von Sensoren sollen Veränderungen in der Umwelt registriert und so Parklücken an Autos mit Internetanschluss oder über ein Mobiltelefon weitergeleitet werden.


...sperren Roboter die Autobahn
Wenn sie mit ihrem Auto demnächst auf der Autobahn an einer Baustelle vorbeikommen und beobachten, wie sich die Absperrungshütchen wie von Geisterhand langsam fortbewegen, dann müssen sie nicht zum Sehtest. Eine Entwicklung von Forschern der Universität von Nebraska in Lincoln macht es möglich, dass Schwärme autonomer Roboter bald den hochgefährlichen Job übernehmen, die Absperrungen an der richtigen Stelle zu platzieren. Die Prototypen, die bereits erste Praxistests absolviert haben, werden von zwei Elektromotoren angetrieben. Sie werden von einem Kontrollfahrzeug aus positioniert und dann mit Hilfe eines GPS-Empfängers an die richtige Stelle gelenkt.



...helfen Roboter nach einem Schlaganfall
Die allgemeine Spar-Debatte hat längst auch das Gesundheitswesen erfasst. Mit Praxisgebühr und anderen Maßnahmen hat inzwischen fast jeder seine eigenen Erfahrungen gesammelt. Bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten könnten nun auch Roboter zum Einsatz kommen. Die Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist ein langwieriger und intensiver Prozess. Wie Technology Review aktuell berichtet, sollen Rehamaßnahmen nun auch unter Roboteranleitung möglich sein. Nach über zehn Jahren Forschungsarbeit hat etwa die Firma Interactive Motion einen Roboter-Arm entwickelt, der bei Schulter- und Ellbogen-Bewegungen hilft. Er lenkt die Patienten immer und immer wieder durch ein bestimmtes Bewegungsmuster, dabei kann er die Benutzer mit gleich bleibender Präzision anleiten und damit die Heilungschancen deutlich erhöhen.



...ist Berlin Deutscher Fußball-Meister
Wer die Bundesliga-Saison 2003/2004 verfolgt hat, dürfte nun energisch Einspruch erheben, denn hier hat sich Werder Bremen und nicht das Team aus der Hauptstadt den Titel gesichert. Anders sieht das jedoch bei den Robotern aus. Hier wurde das Roboterfußballteam der Humboldt-Universität aus Berlin Deutscher Meister 2004. Ausgerichtet wurden die RoboCup German Open vom Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme (AIS), Sankt Augustin. Vielleicht sollte man vor diesem Hintergrund im Management von Hertha BSC die Einkaufsliste für die nächste Saison noch mal gründlich überdenken.