Das Fachmagazin "pressesprecher" hat ab sofort eine neue Spitze: Alexander Gutzmer wird Leiter der Chefredaktion. Der 29-jährige ist seit Anfang März für das Berliner Blatt tätig, zuvor war Gutzmer Sprecher der Werbe- und PR-Agentur MediaConsulta. Als Chefredakteur will Gutzmer das Profil von "pressesprecher" schärfen und eigenen Angaben zufolge das Blatt "als kompetente Fachpublikation und journalistisch gut gemachtes Magazin" positionieren. Journalistische Kompetenz erwarb Alexander Gutzmer im Rahmen seines Volontariates und seiner Tätigkeit als freier Wirtschaftkorrespondent bei der Welt am Sonntag.



Horst Ellermann, der bisherige stellvertretende CIO-Chefredakteur, übernimmt die Chefredaktion des IT-Wirtschaftsmagazins aus dem IDG Business Verlag in München. Christoph Witte, der seit dem Weggang von Heinrich Seeger Ende 2003 kommissarischer Chefredakteur war, bleibt weiterhin der Herausgeber des Magazins.



Als erstes Wirtschaftsmagazin ist die WirtschaftsWoche jetzt auch online verfügbar. Ab sofort kann man die aktuelle WiWo vollständig und im gewohnten Layout am Bildschirm lesen. Abonnenten der Print-Ausgabe können sogar schon am Abend vor dem Erscheinungstag ab 19.00 Uhr mit ihrer Abo-Nummer kostenlos auf die Online-Version zugreifen. Die elektronischen Ausgaben bieten Such- und Archivfunktionen. Darüber hinaus sind Zusatzinformationen, wie z.B. aktuelle Aktienkurse, mit einem Mausklick direkt erreichbar.



Die dpa-Tochter "news aktuell" hat ihr Informationsangebot für Journalisten überarbeitet. Unter www.presseportal.de haben Foto-Redakteure ab sofort die Möglichkeit, in einem Archiv mit mehr als 9000 Fotos zu recherchieren. Darüber hinaus können alle Nutzer künftig innerhalb einer Pressemappe im Volltext nach Informationen suchen oder nur noch Presseinformationen ausgewählter Firmen abonnieren. Unter dem Menüpunkt "Themenverwandtes" ist es ab sofort möglich, mit einem Klick nach Meldungen ähnlichen Inhalts zu suchen.



Während einer Podiumsdiskussion zum Thema "Wie viel Glaubwürdigkeit brauchen Medien - Journalismus der Zukunft zwischen Information, Unterhaltung, Wirtschaft und Politik" bezeichnete Günther Nonnenmacher, einer der Herausgeber der FAZ, die deutschen Zeitungsverleger als "Schnarchergesellschaft". "Ich kann nicht verstehen, dass es nicht möglich ist, eine gemeinsame Kampagne aller Zeitungsverleger zustande zu bringen, bei der das Lesen von Zeitungen als Statussymbol beworben wird", so Nonnenmacher. Darüber hinaus kündigte er an, dass die Zeitung künftig bunter wird. Ein Foto auf der ersten Seite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird es jedoch weiterhin nicht geben.



Neue IVW-Ergebnisse: Bei einer Mehrzahl der Publikumsmagazine und überregionalen Tageszeitungen ist die Auflage gegenüber dem Vorjahresquartal gefallen. Nur 33 Prozent verbuchten eine höhere verkaufte Auflage. Im Kampf um die Spitze zwischen den Magazinen Stern und Spiegel hatte wieder der Stern die Nase vorn. Dabei büßte der Spiegel 3,8 Prozent ein, der Stern verlor 4,7 Prozent, während der Focus um ein Prozent zulegte. Bei den Tageszeitungen konnten nur die Financial Times Deutschland mit 3,9 Prozent und nun 93.931 Exemplaren sowie die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit 1,9 Prozent und 386.196 verkauften Zeitungen ein kleines Plus verzeichnen. Hingegen verlor die Bild 4,9 Prozent und liegt nun mit 3.781.313 Exemplaren deutlich unter der vier-Millionen-Grenze.


Der derzeitige Leiter des Berliner Hauptstadtbüros der Süddeutschen Zeitung, Kurt Kister, steigt zum stellvertretenden Chefredakteur auf. Der 46-jährige begann seine Karriere bei der SZ im Jahr 1983 als Reporter und Kommentator für Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Er war Ressortleiter der Seite 3, Korrespondent in Washington und stellvertretender Chef des Außenpolitikressorts, bevor er dann zunächst das Hauptbüro Bonn und dann Berlin leitete. Weitere Mitglieder der SZ-Chefredaktion sind Hans Werner Kilz, Gernot Sittner und Ernst Fischer.


Anne Kathrin Heinemann und Georg von der Howen haben einen neuen Verlag für die Informations- und Telekommunikationsbranche gegründet. Der Heinemann & Howen Verlag mit Sitz in Unterhaching bei München wird als erste Publikation im Herbst 2004 eine Fachzeitschrift für System- und Netzwerkadministratoren auf den Markt bringen. Zuvor waren Heinemann und von der Howen als Anzeigenleiterin beziehungsweise Chefredakteur beim Fachmagazin LANline tätig.



Die Wochenzeitung "Die Zeit" präsentierte ihre bereits fertiggestellten E-Paper-Pläne. Demnach sollen alle Zeit-Abonnenten der Print-Ausgabe einen kostenlosen Zugriff auf die digitale Ausgabe erhalten, die zu 100 Prozent der gedruckten Version entspricht. Im Rahmen eines Premium-Angebotes erhalten alle Abonnenten zusätzlich Zugriff auf die aktuellen und archivierten Audio-Artikel und können einen zielgruppenspezifischen Newsletter bestellen. Das "Abo-extra-Angebot" bietet spezielle Infos zu Kulturangeboten, Freikarten zu Theaterpremieren oder stark ermäßigte Shop-Angebote. Für sieben Euro monatlich ist das Premium-Paket auch für Nicht-Abonnenten erhältlich.



Die DATACOM wird neu aufgelegt. Nachdem die "alte" DATACOM aus dem CMP-WEKA Verlag bereits im Juni vergangenen Jahres eingestellt wurde, erwarb die MBmedien GmbH im Oktober 2003 alle Rechte am Titel und der Marke DATACOM. In wenigen Wochen soll das Magazin als Web-Angebot starten. Der Erhalt der DATACOM ist kostenlos, setzt aber eine Registrierung und Autorisierung des Empfängers voraus.



Am 7. April startete die Computerzeitschrift MACup mit neuem Format, Design und überarbeitetem Konzept. Das Magazin aus dem Redtec Publishing Verlag, das seit zwanzig Jahren auf dem Markt ist, richtet sich in erster Linie an professionelle und semiprofessionelle Mac-Anwender. MACup liefert Hardware- und Softwaretests, Kaufberatung, Workshops und Branchen-News. Mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren erscheint MACup monatlich und ist für 5,90 EUR am Kiosk erhältlich.