![]() |
|||||||||||||||||||||
|
Einem Untersuchungsbericht des European Information Technology Observatory (EITO) zufolge sind die mageren Zeiten der IT-Branche vorbei. Nach drei flauen Jahren erwarten die Experten für 2004 in Westeuropa einen Zuwachs von 3,1 Prozent. 2003 musste sich die Branche noch mit mageren 0,8 Prozent zufrieden geben. EITO-Vorsitzender Bruno Lamborghini nannte als treibende Kraft vor allem die Entwicklung der Breitbandtechnik. Die Anzahl der Breitband-Verbindungen (DSL und Kabelmodem) soll sich bis 2007 mit rund 62 Millionen Verbindungen nahezu verdreifachen. Der IT-Markt Westeuropas wird EITO zufolge 2004 um 2,4 Prozent wachsen und soll bis zum Jahresende einen Gesamtumsatz von 294 Milliarden Euro erzielen. Für den Telekommunikationsmarkt erwarten die EITO-Marktforscher sogar einen Zuwachs von 3,8 Prozent auf 317 Milliarden Euro.
Früher als erwartet konnte Rob Conway, CEO der GSM Association, den Fall der Milliardengrenze für GSM-Nutzer verkünden. Conway gab vergangene Woche auf dem 3GSM Worldcongress bekannt, dass sich GSM in den vergangenen 12 Jahren in über 200 Ländern als Mobilfunkstandard etabliert hat. Somit nutzen rund 80 Prozent aller Mobilfunkkunden die Technik, die dazu beitrug, dass es mittlerweile weltweit mehr Handys als Festnetztelefone gibt. Die wirtschaftliche Bedeutung dieses Marktes ist entsprechend groß. Die Deutsche Bank beziffert die GSM-Umsätze allein für dieses Jahr mit 277 Milliarden US-Dollar, im kommenden Jahr werden es voraussichtlich 500 Milliarden Dollar sein. In wesentlichen Einsatzbereichen der Informations- und Telekommunikationstechnik schöpft Deutschland das mögliche Potenzial nicht aus. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Statusberichts "Daten zur Informationsgesellschaft" des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM). Trotz starker Zuwächse in Bereichen wie Internet-Nutzung, Breitbandanschlüssen und Mobilfunk fiel das Wachstum in anderen Ländern stärker aus als bei uns. Dadurch sei Deutschland im internationalen Vergleich zurückgefallen, so BITKOM-Präsident Willi Berchtold. Beispielsweise verfügten zwar mit 78 Prozent mehr Deutsche über ein Handy als über einen Festnetzanschluss. In Skandinavien besitzen jedoch bereits 95 Prozent der Bevölkerung ein Mobiltelefon. Auch bei der Ausbildung von Schülern im Umgang mit den neuen Medien könne Deutschland nicht mithalten. Durchschnittlich 14 Schüler teilen sich an deutschen Schulen einen PC-Arbeitsplatz. Damit liegt Deutschland auf dem zweitletzten Platz in Europa. Stark entwickelt habe sich dagegen der elektronische Handel. Mit einem Anteil von 30 Prozent in Europa ist der deutsche E-Commerce-Markt so groß wie die Märkte von Frankreich und Italien zusammen. Während für uns Europäer mobiles Surfen im Internet ein eher teures Vergnügen bedeutet, streiten sich die japanischen Netzbetreiber bereits seit vergangenem November um die besten Pauschaltarife. Als erster hat KDDI eine Flatrate für sein 3G-Netz angeboten, das einen Downstream von bis zu 2,4 Mbits/s und einen Upstream von bis zu 144 kBit/s erlaubt. Ab Sommer 2004 sollen nun auch Kunden von NTT DoCoMo in den Genuss einer Handy-Flatrate kommen. Die Monatspauschale wird umgerechnet 31 Euro betragen, allerdings werden die maximalen Übertragungsraten im Vergleich zu KDDI wesentlich geringer ausfallen. |
Mit einer Welle von Abmahnungen versucht die Musikindustrie derzeit der steigenden Zahl von Raubkopien Herr zu werden. Vor wenigen Tagen erst wurde ein 17-Jähriger bei dem Versuch abgemahnt, eine Heft-CD der Zeitschrift Computerbild bei eBay zu versteigern. Auf dieser CD befanden sich einige Kopierschutz-Umgehungstools wie Clony XY. Kunden eines früher von bhv Software vertriebenen CD-Kopierprogramms gingen einer von der Musikindustrie beauftragten Münchener Anwaltskanzlei ins Netz. bhv Software wiederum will diese Aktion im Sinne ihrer Kunden unbedingt bremsen und erwägt nun rechtliche Schritte gegen diese Abmahnlawine.
UMTS: Top oder Flop? Meinungsbildner, Kommunikations- und Marketingverantwortliche aus der IT/TK-Branche sind mehrheitlich der Meinung, dass UMTS ein Erfolg und vor allem im beruflichen Umfeld kurzfristig hohe Akzeptanz finden wird. Lediglich 35 Prozent der Befragten erwarten, dass UMTS ein Flop wird. Im privaten Umfeld räumen allerdings 73 Prozent der Befragten UMTS wenig Chancen ein. Dessen ungeachtet wollen 43 Prozent auch persönlich UMTS-Dienste nutzen. Mit 57 Prozent glaubt die Mehrheit der Befragten aber, dass es derzeit noch keine sinnvollen Anwendungen gebe, die den Einstieg lohnen. Mehr als die Hälfte der Befragten nennt WLAN als Alternative zu UMTS. Immerhin sehen 44 Prozent der Befragten in der Übertragung hochvolumiger Daten, wie beispielsweise Video, einen Mehrwert von UMTS. Das sind die Ergebnisse einer Blitzumfrage von Fink & Fuchs Public Relations unter 393 Kommunikations- und Marketingverantwortlichen sowie Meinungsbildnern aus der IT/TK-Branche. Die Untersuchung erfolgte direkt nach der Freischaltung des ersten UMTS-Netzes im Februar. 66 Personen (16,79 Prozent) haben geantwortet. Fazit: Es besteht - selbst innerhalb der Branche - noch viel Aufklärungsbedarf, um potenziellen Nutzern die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten von UMTS-Diensten aufzuzeigen. Alternativdienste, wie WLAN, könnten zudem UMTS das Leben zukünftig schwer machen. Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Foto-Spannern Des einen Freud' ist des anderen Leid. Der Erfolg der Handys mit eingebauter Kamera ist unbegrenzt und für manche Nutzer leider auch ihre Verwendung. Foto-Spannern und Video-Voyeuren soll jetzt ein von allen Bundestagsfraktionen abgesegneter Gesetzentwurf das Handwerk legen. Wenn der Entwurf durch alle Instanzen geht, drohen Foto-Spannern Haftstrafen von bis zu einem Jahr. Das Gesetz hätte aber auch Auswirkung auf den Boulevard-Journalismus, da Paparazzis strafrechtliche Grenzen gesetzt werden. So dürfen beispielsweise keine Personen abgelichtet werden, die sich zu Hause oder in "einem gegen Einblick besonders geschützten Raum" wie etwa dem heimischen Garten aufhalten. Der Bundestag plant, den Gesetzentwurf im März zu diskutieren. Im vergangenen Jahr waren 59 Prozent der bundesdeutschen Männer und 42 Prozent der Frauen regelmäßig online. Damit vergrößert sich die Kluft von 14 auf 17 Prozentpunkte im zwischengeschlechtlichen Vergleich. Zu diesem Ergebnis kommt der Verein "Frauen geben Technik neue Impulse e.V." in einer Sonderauswertung des "(N)onliner Atlas 2003". Dafür wurden rund 30.00 Personen ab 14 Jahren befragt. Innerhalb der Bundesländer ist Surfen bei Hessens Frauen am beliebtesten (48 Prozent), während in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern nur 36 Prozent der der Frauen online sind. Nirgendwo ist die Kluft zwischen weiblichen und männlichen Internetnutzern so groß wie in Hamburg: Männer 69 Prozent, Frauen 41 Prozent. |
|||||||||||||||||||